Wohnungsbrand nach Verpuffung im Ethanol-Ofen – Bewohnerin und Ersthelfer verletzt

Als eine 42-Jährige am Montag in Flörsheim ihren Bio-Ethanol-Ofen entzünden wollte, kam es zu einer Verpuffung, die Teile des Zimmers in Brand steckten. Nachbarn kamen mit Feuerlöschern sofort zur Hilfe. Die Bewohnerin wurde mit Brandverletzungen und ein Ersthelfer mit einer Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht.

Verpuffung in Ofen Kelkheim-Keramag 05.02.19

Nach Angaben der Polizei beabsichtigte die 42-jährige Bewohnerin eines Einfamilienhauses in Flörsheim-Keramag (Main-Taunus-Kreis) gegen 16:20 Uhr einen mit Bio-Ethanol betriebenen Ofen neu zu entfachen und schüttete Brandspiritus hinein. Offensichtlich war der Ofen noch nicht vollständig erkaltet, was zu einer unverzüglichen Entzündung der Flüssigkeit und einer Verpuffung führte. Hierdurch zerbarsten die Scheiben im ersten Obergeschoss des Hauses, zudem fing der Schal der Bewohnerin Feuer. Sie konnte den Schal abstreifen und verließ unverzüglich gemeinsam mit ihren Kindern das Haus.

Zwei Ersthelfer, die aus der Nachbarschaft zu Hilfe eilten, konnten die Flammen mit Feuerlöschern eindämmen. Endgültig gelöscht wurde der Brand von der angerückten Feuerwehr, die mit mehreren Atemschutztrupps in das Einfamilienhaus vorging.

Verpuffung in Ofen Kelkheim-Keramag 05.02.19

Die Bewohnerin sowie ein 25-jähriger Ersthelfer wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus verbracht. Zudem erlitt die Dame eine leichte Brandverletzung. Die Kinder blieben unverletzt und wurden in die Obhut ihres Vaters übergeben.

Der Sachschaden an dem Einfamilienhaus wird von der Polizei vorläufig auf 100.000 Euro geschätzt. Das Haus ist aktuell nicht bewohnbar. Weiter Ermittlung zur Brandursache werden durch die Kriminalpolizei in Hofheim am Taunus übernommen.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 05. Februar 2019 - 14:46 Uhr
Letzte Aktualisierung: 05. Februar 2019 - 14:46 Uhr
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