Wohnungsbrand in Rüsselsheim: 9-Jährige lebensgefährlich verletzt – 39-Jähriger springt in den Tod

Bei einem Wohnungsbrand in Rüsselsheim kam am Donnerstagabend ein Mann ums Leben. Der 39-Jährige war offenbar aus Panik aus dem dritten Obergeschoss in die Tiefe gesprungen. Ein 9-jähriges Mädchen musste von der Feuerwehr aus der Brandwohnung gerettet werden. Nach einer Reanimation wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Vier weitere Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder, wurden ebenfalls verletzt. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit über 100 Einsatzkräften im Einsatz.

Wohnungsbrand Rüsselsheim 08.02.19

Die Feuerwehr Rüsselsheim wurde gegen 20:20 Uhr zu einem Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr alarmiert. Beim Eintreffen drangen dichte Rauchschwaden aus dem Treppenraum, auf der Rückseite schlugen Flammen aus der Wohnung im ersten Obergeschoss. Ein Kind wurde noch in der Brandwohnung vermisst.

Wohnungsbrand Rüsselsheim 08.02.19

Sofort gingen mehrere Atemschutztrupps mit insgesamt vier C-Rohren in das Mehrfamilienhaus vor. Das 9-jährige Mädchen konnte schnell gefunden werden. Unter Reanimation wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Mehrere Nachbarn mussten von den Feuerwehrkräften mit Fluchthauben aus dem Haus gerettet werden. Auf der Rückseite fanden die Rettungskräfte eine leblose Person, die nach Reanimationsmaßnahmen verstorben ist. Der 39-Jährige könnte nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei aus dem dritten Obergeschoss in Panik aus einer angrenzenden Wohnung gesprungen sein. Auch ein Kind sprang aus dem ersten Obergeschoss, wurde aber nur leicht verletzt.

Wohnungsbrand Rüsselsheim 08.02.19

Wie die Main-Spitze berichtet, hatten sich am Einsatzort unmittelbar nach Ausbruch des Brandes auch zahlreiche Schaulustige versammelt, weshalb die Polizei, die mit mehreren Kräften vor Ort war, den Einsatzbereich weiträumig absperrte. Allerdings gelang es Schaulustigen immer wieder, in den abgesperrten Bereich vorzudringen und dort mit ihren Mobiltelefonen zu filmen.

Wohnungsbrand Rüsselsheim 08.02.19

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot von rund 60 Kräften der Feuerwehr und 45 Kräften des Rettungsdienstes im Einsatz. Notfallseelsorge und Rettungsdienst betreuten die Bewohner und Nachbar. Auch die Einsatzkräfte wurden im Nachgang durch die Notfallseelsorge betreut. Das Haus ist vorerst unbewohnbar. Das Wohnzimmer der Brandwohnung brannte völlig aus, die restliche Wohnung ist durch den Ruß stark verschmutzt. Die Berliner Straße war während des Einsatzes voll gesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

Update vom 12.02.2019
Das neunjährige Mädchen, das am Donnerstag (07.02.) nach einem Wohnungsbrand in der Berliner Straße mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik eingeliefert wurde, ist leider am 12.02.2019 im Krankenhaus verstorben.
 

 

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Patrick Spalke
Video: Patrick Spalke / Sebastian Stenzel

Veröffentlichung: 08. Februar 2019 - 8:49 Uhr
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2019 - 10:26 Uhr
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