Wohnungsbrand in Rambach macht Mehrfamilienhaus unbewohnbar

Wohnungsbrand Rambach 08.12.17Ein ausgedehnter Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Wiesbaden-Rambach beschäftigte am Freitagmittag Feuerwehr und Rettungsdienst. Eine Wohnung im ersten Obergeschoss stand komplett in Flammen. Der Brand griff auch auf die Dachgeschosswohnung über. Das Haus, das aktuell als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird, ist bis auf Weiteres unbewohnbar. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

Bereits bei Ankunft der ersten Feuerwehrkräfte schlugen Flammen aus einem Fenster. Die alarmierten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Rambach und Sonnenberg gingen mit mehreren Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude. Schnell stellte sich zum Glück heraus, dass sich alle Personen noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst ins Freie retten konnten.

Wohnungsbrand Rambach 08.12.17Aufgrund der starken Rauchentwicklung erlitten dennoch zwei Bewohner eine leichte Rauchvergiftung, mussten jedoch nicht ins Krankenhaus. Insgesamt 20 Bewohner, darunter viele Kinder, kamen vorübergehend in einem Nachbarhaus unter, wo sie unbürokratisch von einer Familie mit allem Nötigen versorgt wurden.

Durch die große Anzahl an Betroffenen rückten fünf Rettungswagen, zwei Notärzte sowie die Einsatzleitung Rettungsdienst (LNA und OLRD) an und untersuchten alle Personen, die zeitweise im Brandrauch standen. Notfallseelsorger betreuten die Bewohner während der Sozialdienst eine Ersatzunterkunft organisierte.

Das Feuer selbst war nach rund 45 Minuten gelöscht. Die Wohnung im ersten Obergeschoss brannte vollständig aus. Durch Flammenüberschlag brannte auch ein Teil der Dachgeschosswohnung.Wohnungsbrand Rambach 08.12.17 Durch den massiven Brandschaden und Löschwasser ist das komplette Gebäude bis auf Weiteres unbewohnbar. Die Feuerwachen 2 und 3 wurden während des Einsatzes von den Freiwilligen Feuerwehren Bierstadt, Erbenheim, Kastel und Kostheim besetzt.

Um auszuschließen, dass sich das Feuer unbemerkt im Dachgebälk ausbreitet, kam eine weitere Drehleiter sowie die Höhenrettungsgruppe zur Einsatzstelle um das Dach gegebenenfalls großflächig öffnen zu können.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen, hat aufgrund von Zeugenaussagen noch keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung. Der Sachschaden wird auf 150.000 Euro geschätzt. Die Ostpreußenstraße war knapp zwei Stunden lang gesperrt.

 

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 08. Dezember 2017 - 16:27 Uhr
Letzte Aktualisierung: 08. Dezember 2017 - 17:38 Uhr
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