Wohnhaus nach Explosion in Mainz-Kastel ausgebrannt

Am Freitagabend kam es in einem Wohnhaus in Mainz-Kastel zu einer Explosion mit ausgedehntem Feuer. Bei Ankunft der Feuerwehr stand das obere Geschoss bereits komplett in Flammen. Da der Dachstuhl kurz darauf einstürzte, musste ein Innenangriff abgebrochen werden. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden.

Gebäudebrand Kastel 27.12.19

Gegen 21:30 Uhr meldeten Anrufer eine Explosion und Feuer im Bereich Petersweg in Mainz-Kastel. Bereits auf der Anfahrt konnten die Kräfte der Berufsfeuerwehr einen starken Feuerschein erkennen. Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte standen der Dachstuhl und das erste Obergeschoss bereits in Vollbrand. Eine Giebelseite war bis zum Erdgeschoss eingestürzt.

Gebäudebrand Kastel 27.12.19

Da zu Beginn nicht klar war, ob sich jemand im Gebäude befindet, gingen zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung ins Erdgeschoss während weitere Trupps ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargrundstück und einen Gastank verhinderten. Schon kurz danach stürzte der Dachstuhl ein, sodass der Innenangriff aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste.

Außerdem konnte zwischenzeitlich ermittelt werden, dass die Bewohner sich aktuell im Urlaub aufhalten. Zur Sicherheit wurde dennoch bis zum Schluss nach Personen Ausschau gehalten. Bis Einsatzende waren zum Glück keine Verletzten zu beklagen.

Gebäudebrand Kastel 27.12.19

Durch die leicht exponierte Lage des Wohnhauses musste eine längere Wasserversorgung zum nächsten Hydranten aufgebaut werden. Hier unterstütze die Freiwillige Feuerwehr Biebrich die Kräfte der Berufsfeuerwehr und der FF Mainz-Kastel. Die Logistikgruppe der Feuerwehr Wiesbaden kümmerte sich um die Versorgung der Einsatzkräfte während die Freiwilligen Feuerwehren Auringen, Medenbach und Schierstein die leeren Berufsfeuerwehrwachen besetzten.

Gebäudebrand Kastel 27.12.19

Erst gegen 3 Uhr war das Feuer gelöscht. Bis zum frühen Morgen waren weitere kleinere Nachlöscharbeiten nötig. Das Wohnhaus gilt als vollständig unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. Warum es zu dem Brand oder zur Explosion kam, wird von der Kriminalpolizei ermittelt.

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 28. Dezember 2019 - 14:27 Uhr
Letzte Aktualisierung: 28. Dezember 2019 - 14:27 Uhr
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