Wohnblock in Idstein wird bei Kellerbrand unbewohnbar

Kellerbrand Idstein 28.02.14Bei einem Kellerbrand in Idstein mussten am Freitag mehr als 60 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Die Stromversorgung des Wohnblocks war komplett abgebrannt. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit über 100 Kräften im Großeinsatz. Zahlreiche Bewohner hatten sich schon vor Ankunft der Feuerwehr auf mehrere Balkone gerettet.

Mit der Meldung „Kellerbrand“ wurde die Feuerwehr Idstein am Freitagabend gegen 19 Uhr in die Straße „Am weißen Stein“ alarmiert. Noch auf der Anfahrt erreichte die Leitstelle des Rheingau-Taunus-Kreises die Meldung, dass noch mehrere Personen in dem Gebäude sind. Daraufhin wurden neben den Einsatzkräften aus der Kernstadt auch die Feuerwehren Wörsdorf und Niederauroff alarmiert.

Kellerbrand Idstein 28.02.14Als Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Wohnblock eintrafen, war das Treppenhaus des mittleren der drei Häuser komplett verraucht. Mehrere Bewohner machten sich auf Balkonen und an Fenstern an der Vor- und Rückseite des Gebäudes bemerkbar. Die Einsatzkräfte forderten die Bewohner auf, die Wohnungstüren geschlossen zu halten und an den Fenstern zu bleiben. Über Steckleitern begaben sich Einsatzkräfte in die Wohnungen der betroffenen Personen, um die Personen zu beruhigen.

Über eine Aussentüre drangen unterdessen Einsatzkräfte unter Atemschutz zum Brandherd im Keller vor. Das Feuer im Keller konnte von einem Trupp unter Atemschutz mit einem C-Rohr schnell gelöscht werden. Ein weiterer Trupp unter Atemschutz sorgte für die Belüftung des Treppenraums.

Nachdem das Treppenhaus rauchfrei war, wurden alle Bewohner ins Freie gebracht. Acht Personen mussten mit Rauchgasvergiftungen vom Rettungsdienst behandelt und in Krankenhäuser gebracht werden. Darunter auch zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren sowie ein Säugling. Da die Stromverteilung abgebrannt war, war der komplette Wohnblock stromlos. Daher mussten alle Bewohner anderweitig untergebracht werden. Kellerbrand Idstein 28.02.14

Die Bewohner wurden mit Mannschaftstransportfahrzeugen der Feuerwehren Idstein-Kernstadt, Wörsdorf, Niederauroff, Ehrenbach und Walsdorf in die Stadthalle gebracht. Dort hatte der alarmierte Betreuungszug des ASB bereits eine Betreuungsstelle aufgebaut. Diejenigen Bewohner, die nicht bei Freunden und Verwandten unterkamen, wurden von der Stadt Idstein in Notquartieren untergebracht.

Mit rund 65 Kräften waren die Idsteiner Feuerwehren im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit circa 40 Kräften, sechs Rettungswagen und zwei Notärzten vor Ort. Die Einsatzleitung Rettungsdienst, bestehend aus dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst und dem Leitenden Notarzt, koordinierten die Versorgung und Betreuung der Betroffenen.

Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet. Die genaue Ursache wird durch einen Brandsachverständigen noch ermittelt. Den Sachschaden beziffern Feuerwehr und Polizei auf rund 100.000 Euro, da es im Gebäude zu starken Rußschäden kam.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 01. März 2014 - 0:13 Uhr
Letzte Aktualisierung: 01. März 2014 - 0:13 Uhr
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