Wiesbadener Höhenretter retten schwer verletzten Mann aus Berghang in Rheinland Pfalz

Übung Höhenretter Polizeihubschrauber Annweiler 02.04.14Am frühen Sonntagnachmittag verunfallte eine männliche Person in einem steilen bewaldeten Berghang in Dohr in der Verbandsgemeinde Cochem (Rheinland-Pfalz). Die Person lag ca. 200 m entfernt und 80 Höhenmeter unterhalb eines Weges. Der Mann hatte im Hang den Halt verloren und stürzte ab. Der Fall wurde erst durch einen Baum gestoppt, ohne diesen wäre die Person weiter abgestürzt.

Nachdem die Angehörigen die Person vermisst hatten, leitete die örtliche Feuerwehr und die Bergrettung die Suche und Rettung der abgestürzten Person ein.

Die erst eingetroffenen Rettungskräfte stabilisierten die am Kopf und Bein schwer verletze Person und bereiteten den Transport vor. Um zu einer einigermaßen zugänglichen Stelle zu gelangen wurde die Person 50 m zur Seite getragen. Dies war aufgrund des Berghanges nur sehr langsam zu bewerkstelligen. Mit Kettensägen wurde der Weg freigeschnitten.
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Nach Rücksprache zwischen den Rettungsleitstellen in Koblenz und Wiesbaden wurde entschieden zur Rettung die Luftgestützte Höhenrettung durch die Polizeifliegerstaffel Hessen und der Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Wiesbaden nach Dohr zu entsenden.

 

Der Patient wurde durch die örtliche Bergrettung, den Rettungsdienst und die Notärztin  medizinisch betreut. Ebenso konnte bis zum Eintreffen der Luftrettungseinheit der Patient bereits auf eine Krankentrage gelagert werden, welche direkt mit der Winde des Hubschraubers aufgenommen wurde.

Hoehenretter_Einsatz_1-2 Zur Ortung der Unfallstelle wurde die genaue Lage im Hang mit einem Schweinwerfer ausgeleuchtet, um wegen der einsetzenden Dämmerung bereits im Anflug dem Hubschrauber das Auffinden zu erleichtern. Durch die sehr gute Vorbereitung der weiteren Maßnahmen konnte die eigentliche Rettung aus dem Hang innerhalb von zwanzig Minuten abgeschlossen werden. Das Hochtragen der Person war von den Einsatzkräften mit einer Zeitdauer von mehr als einer Stunde abgeschätzt. Trotz der notwendigen Vorlaufzeit war die Luftrettung nur kurze Zeit bis der abgestürzte Mann auf der Trage gelagert und notärztlich versorgt war durchgeführt.

 

Hierzu wurden die beiden Luftretter der Berufsfeuerwehr Wiesbaden vom Hubschrauber an die Absturzstelle abgeseilt. Der Patient wurde auf der Trage liegend gemeinsam mit einem Luftretter aufgenommen und auf der Bergkuppe abgesetzt um dort direkt dem hinzugerufenen Rettungshubschrauber übergeben werden zu können.

Der Einsatz für die zwei Höhenretter und einem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Wiesbaden dauerte insgesamt dreieinhalb Stunden.

Hintergrund:

Die Luftgestützte Höhenrettung besteht in Hessen aus einem Polizeihubschrauber der Polizeifliegerstaffel Hessen und den Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Wiesbaden. Der Hubschrauber startet in Egelsbach mit der notwenigen Zusatzausrüstung zur Luftrettung und nimmt im Wiesbadener Polizeipräsidium zwei Luftretter der Einheit Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen auf. Aufgrund der kurzen Flugdauer kann eine schnelle und schonende Rettung von abgestürzten Personen durchgeführt werden.

Durch eine Kooperation zwischen den Innenministerien in Hessen und Rheinlandpfalz führt die Luftrettungseinheit ebenso Einsätze in Rheinland Pfalz durch. Die alarmierende Leitstelle in Koblenz griff dadurch auf die Wiesbadener Hilfe zurück. Im Bereich Koblenz wurde zuletzt im Herbst 2014 die Luftrettung an mehreren Stellen geübt.


Redaktion: Maximilian See
Fotos: Sebastian Stenzel/ Feuerwehr Wiesbaden
Video:

Veröffentlichung: 29. Oktober 2015 - 11:14 Uhr
Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2015 - 15:15 Uhr
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