Transporter und Lkw stürzen auf A3 um – Aus Rettungs- wird Gefahrguteinsatz

Verkehrsunfall mit Gefahrgut A3 Raunheim 02.12.13Verletzte, Gefahrgut, Sprachbarrieren, Rettungsgasse – mit diesen Problemen hatten es die Rettungskräfte am Montagabend auf der A3 zwischen Wiesbadener Kreuz und Raunheim zu tun. Ein Transporter und ein kleiner Lkw waren kollidiert und beide umgestürzt. Die Fahrer wurden nur leicht verletzt.

Gegen 20:30 Uhr alarmierte die Leitstelle am Montag den Rüstzug der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Nordenstadt sowie Rettungswagen und Notarzt aus dem Main-Taunus-Kreis auf die Autobahn A3. Dort bestand nach einem Verkehrsunfall der Verdacht, dass noch Personen im Fahrzeug eingeklemmt seien.

Verkehrsunfall mit Gefahrgut A3 Raunheim 02.12.13Am Einsatzort angekommen, hatten sich die leicht verletzten Fahrer der beiden Fahrzeuge jedoch schon selbst befreit. Die Befragung der Fahrer beschränkte sich auf gebrochenes Englisch. Hierbei konnte der Fahrer des Transporters immerhin mitteilen, dass er auch Gefahrgut geladen habe. Die Feuerwehr schnitt daraufhin die Windschutzscheibe auf, um an die Ladungspapiere zu gelangen. Schnell war klar, dass es sich bei dem Gefahrgut um kleine Mengen Munition handelte, die der Polizei übergeben wurden.

Die weiter anrückenden Kräfte kämpften sich derweil durch den entstandenen Stau. Da die rechte und mittlere Spur blockiert waren, kam es schnell zu einem Stau, in dem die mühevoll erkämpfte Rettungsgasse nach jedem Einsatzfahrzeug wieder geschlossen wurde. Bei den weiteren Bergungsarbeiten stellten die Einsatzkräfte nun noch einen stechenden Geruch von der Ladefläche des Lkw fest.

Verkehrsunfall mit Gefahrgut A3 Raunheim 02.12.13Eine erste Messung mit einem Mehrgasmessgerät überschritt die untere Alarmschwelle, woraufhin ein Trupp unter Atemschutz die Erkundung übernahm. Außerdem kamen der GW-Mess und der Direktionsdienst zur Einsatzstelle.

Nach kurzer Zeit dann die Entwarnung: Der Lkw hatte große Mengen Glühlampen geladen, von denen viele bei dem Unfall zerbrochen waren und ausgasten. Nach weiteren Messungen war keine Gefahr mehr festzustellen.

Um die Fahrbahn schnellstmöglich wieder frei zu machen, unterstützte die Feuerwehr den Abschleppdienst beim Entladen des Lkw. Nach knapp zwei Stunden war die Fahrbahn wieder weitestgehend frei. Der Verkehr staute sich auf über vier Kilometern Länge. Wie es zu dem Unfall kam, ermittelt die Polizei noch.

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 03. Dezember 2013 - 21:01 Uhr
Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2014 - 10:47 Uhr
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