Tierrettung in Bad Schwalbach: Hirsch verfängt sich in Seilen

Tierrettungseinsatz Bad Schwalbach 09.04.2016

Am Samstagmittag kam es in Bad Schwalbach zu einem Tierrettungseinsatz. Ein Hirsch hatte sich mit seinem Geweih in den Seilen eines eingezäunten Feldes verfangen und konnte sich selbst nicht mehr befreien. Die Tierrettungsgruppe des Main-Taunus-Kreises musste anrücken.

Gegen 12:30 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Schwalbach aus den Ortsteilen Lindschied und Heimbach (Rheingau-Taunus-Kreis) zu einem Tier in Notlage alarmiert. Ein Hirsch hatte sich mit seinem Geweih am Waldrand von Lindschied in Seilen, welche einen Zaun aufspannten, verfangen und konnte sich selbst nicht aus seiner unglücklichen Lage befreien.

Da das Tier aufgrund seiner Zwangslage sehr unruhig und aggressiv war, konnten sich die Retter dem Tier nicht nähern. Ein Tierarzt sollte hinzugezogen werden, um dem Wildtier eine Beruhigungsspritze zu setzen. Dies gestaltete sich äußerst schwierig, da kein Tierarzt in der näheren Umgebung eine entsprechende Ausrüstung und Medikation für solch ein Tier hatte. Da das Tier aber keine schlimmeren Verletzungen hatte, wollte man es nicht durch einen tödlichen Schuss von seinem Leiden erlösen, sondern setzte die Suche nach Spezialkräften fort. Diese fand man dann bei der Feuerwehr in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis). Dort befindet sich eine Tierrettungsgruppe, welche sich auf solche Einsätze spezialisiert hat.

Tierrettungseinsatz Bad Schwalbach 09.04.2016Nach dem Eintreffen der Kräfte aus Kelkheim und einer kurzen Lageerkundung und Abschätzung des Gewichts des Tieres wurde die entsprechende Dosierung des Betäubungsmittels aufgezogen und vorbereitet. Mittels eines Betäubungsgewehres wurde aus sicherer Distanz dem Hirsch das Medikament injiziert, woraufhin dieser nach wenigen Minuten in einen komatösen Schlaf fiel. Nun konnte dem Hirsch das Seil mittels Seitenschneider entfernt werden, ohne die Einsatzkräfte und das Tier in Gefahr zu bringen. Während der Hirsch noch im Schlaf lag zogen sich die Einsatzkräfte wieder zurück, um nicht in unmittelbarer Nähe zu sein, sobald das Tier langsam wieder aus seinem Schlaf erwacht.

 

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Redaktion: Darius Ansari
Fotos: Darius Ansari
Video: Darius Ansari

Veröffentlichung: 09. April 2016 - 21:14 Uhr
Letzte Aktualisierung: 10. April 2016 - 12:45 Uhr
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