Tatverdächtiger nach verheerender Brandstiftung in Hattersheim ermittelt

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Die Brandermittler der Kriminalpolizei in Hofheim konnten im Rahmen von Ermittlungen einen herausragenden Erfolg bezüglich des Wohnhausbrandes am Abend des 3. September 2018 in Hattersheim erzielen. Gegen 21:00 Uhr hatte ein Feuer in der Straße „Im Lerchenfeld“ ein Wohnmobil sowie drei Wohnhäuser teils erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtschaden beträgt nach aktueller Schätzung rund 900.000 Euro.

Intensive Ermittlungen an der Brandstelle, bei denen die Brandsachverständigen des Hessischen Landeskriminalamtes involviert waren, führten schnell zum Ausschluss eines technischen Defektes als Brandursache. Folglich konzentrierten sich die weiteren Untersuchungen, insbesondere die Befragungen und Vernehmungen von zahlreichen Zeugen sowie die fortgesetzten Brandursachenermittlungen am Brandort, auf eine mögliche vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzung. Im Rahmen weiterer umfangreicher Maßnahmen geriet ein 47 Jahre alter Deutscher, bereits hinreichend wegen unterschiedlicher Branddelikte als verdächtig in Erscheinung getretener Mann aus Hattersheim, in das Visier der Fahnder.

Nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie richterlicher Entscheidung wurde die Wohnung des Ortsansässigen durchsucht und dieser zwecks strafprozessualer Maßnahmen zur Hofheimer Polizei verbracht. Mangels Haftgründen kam es nicht zur Beantragung einer richterlichen Vorführung. Auf Veranlassung der Polizei wurde der dringend Tatverdächtige aufgrund seiner psychischen Verfassung zunächst stationär in einer Klinik aufgenommen. Mittlerweile wurde er von dort entlassen.

Wohnmobilbrand greift in Hattersheim auf Wohnhaus über

Am Montagabend kam es zunächst zu einem Wohnmobilbrand in der Straße „Am Lerchenfeld“ in Hattersheim. Da das Fahrzeug in unmittelbarer Nähe an einem Wohnhaus geparkt war, griffen die Flammen auf die Dachkonstruktion über und setzten diese in Brand. Durch die baulichen Gegebenheiten breite sich das Feuer auf weitere Wohneinheiten aus und löste somit einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Die Löscharbeiten gestalteten sich langwierig, da die Dachhaut nur sehr schwer zu öffnen war. (weiterlesen…)


Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel / Patrick Spalke
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Veröffentlichung: 09. Oktober 2018 - 9:01 Uhr
Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2018 - 9:01 Uhr
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