Lebensgefährliche Verletzungen nach Frontalzusammenstoß mit Lkw

2014-09-26_VU-B260-Kemel_06Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B260 bei Heidenrod wurde am Freitag ein 33-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen, nachdem er mit seinem Pkw frontal gegen einen Lkw geprallt war. Die Bäderstraße musste bis gegen Mitternacht voll gesperrt werden.

Ein Pkw-Fahrer aus dem Rhein-Lahn-Kreis krachte am Freitagabend gegen 18:15 Uhr auf der B260 zwischen Heimbach und Kemel frontal gegen einen entgegenkommenden Sattelzug. Der Aufprall war so stark, dass das Fahrwerk der Sattelzugmaschine komplett beschädigt wurde. Der Pkw schleuderte noch etwa 50 Meter weiter und verkeilte sich in der Leitplanke.

2014-09-26_VU-B260-Kemel_01Der in seinem VW Kombi eingeklemmte Pkw-Fahrer konnte von Kräften der Feuerwehr Heidenrod-Kemel und -Laufenselden befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden, nachdem das Fahrzeugdach mit hydraulischem Rettungsgerät entfernt worden war. Das 33-jährige Unfallopfer wurde anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Lkw-Fahrer kam mit leichten Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus.

Die Sattelzugmaschine war Teil eines Konvois mit vier Sattelzügen einer Kranfirma aus Nordrhein-Westfalen und hatte keine Ladung mitgeführt. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge schwer beschädigt, Fahrzeugteile und auslaufende Betriebsflüssigkeiten über einen weiten Bereich auf der Fahrbahn verteilt. Der aus dem aufgerissenen Tank der Sattelzugmaschine auslaufende Dieselkraftstoff wurde durch Wannen und einer aus Planen und Steckleitern gebauten Auffangwanne von Kräften der FF Heidenrod-Kemel und -Watzelhain aufgefangen. 2014-09-26_VU-B260-Kemel_01Durch die Nachalarmierung des Gerätewagens Gefahrgut der Feuerwehr Bad Schwalbach konnte der Dieselkraftstoff mit Hilfe von Handmembranpumpen fachmännisch abgepumpt und abtransportiert werden.

Die Bäderstraße musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden, es wurde eine Umleitung eingerichtet. Da sich der Einsatz bis in die späten Abendstunden hinzog, musste die Einsatzstelle zusätzlich ausgeleuchtet werden. Der Abtransport des beschädigten Lkw durch eine Fachfirma gestaltete sich aufwändig, so dass die von der Feuerwehr gereinigte Straße erst gegen Mitternacht wieder freigegeben werden konnte. Der Gesamtschaden wird auf circa 130.000 Euro geschätzt.


Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Feuerwehr Kemel
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Veröffentlichung: 27. September 2014 - 8:23 Uhr
Letzte Aktualisierung: 27. September 2014 - 17:34 Uhr
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