Schwerer Verkehrsunfall im Baustellenbereich auf der A3

Verkehrsunfall am Ostermontag auf der A3 06.04.15

Kilometerlanger Stau in beide Richtungen zwischen Idstein und Bad Camberg sind die Folge für einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und Verletzten am Ostermontag. Die Vermeidung einer Kollision endete im Zusammenprall von drei Fahrzeugen.  

Gegen 15:50 Uhr kam es zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der A3 im Baustellenbereich zwischen Idstein und Bad Camberg. Bei dem Unfall wurden zwei Person schwer und drei weitere Personen leicht verletzt. Insgesamt waren an dem Unfall neun Personen beteiligt.

Ein Pkw mit Wohnwagen befuhr die A3 auf dem rechten Fahrstreifen in Fahrtrichtung Köln. Der hinter ihm folgende Pkw wollte diesen überholen und wechselte den Fahrstreifen nach links. Im gleichen Moment wechselte ein weiteres Fahrzeug vom linken auf den mittleren Fahrstreifen. Um eine Kollision zu verhindern steuerten beide Fahrzeugführer gegen. Dabei verloren beide die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

Verkehrsunfall am Ostermontag auf der A3 06.04.15

Das Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen touchierte die Mittelleitplanke und fuhr anschließend vor das Gespann. Der Pkw hinter dem Gespann fuhr auf den Wohnwagen auf und verkeilte sich in diesem. Die alarmierten Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst führten gemeinsam eine patientenschonende Rettung durch. Die verschobene Mittelleitplanke wurde durch die Feuerwehr begradigt.

Im Einsatz waren neben zwei Freiwilligen Feuerwehren, fünf Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug. sowie die Einsatzleitung Rettungsdienst bestehende aus Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und dem Leitenden Notarzt. Da sich die Bergungsmaßnahmen aufgrund der Unfallsituation äußert schwierig gestalteten, entstand in beiden Fahrtrichtungen ein großer von Rückstau von jeweils über 15 Kilometern. Der Sachschaden wird auf circa 50.000 Euro geschätzt.

Probleme bei der Anfahrt

Die ersten Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr hatten bei ihrer Anfahrt wieder einmal Probleme mit der Rettungsgasse. Es wurde anfangs keine Rettungsgasse gebildet. Die Löschfahrzeuge der Feuerwehr Idstein sind mit einem Zusatzhorn ausgestattet, welches bei der Anfahrt zu dem Unfall mehrfach eingesetzt werden musste, um die Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen, dass eine Rettungsgasse gebildet werden muss. Nachdem die Rettungsgasse nach einigen Rettungsfahrzeugen gebildet war, konnten die nachfolgenden Fahrzeuge fast problemlos durch die nicht geschlossene Gasse fahren.

Die Rettungsgasse

Rettungsgasse rettet Leben!Grundsätzlich, so schreibt es die StVO in §11, Abs. 2 vor, muss immer, wenn der Verkehr stockt, eine freie Bahn für Rettungsfahrzeuge geschaffen werden. Wichtig ist dabei, dass sie bereits bei der Annäherung im Rückstau – und zwar egal ob Berufsverkehr, wegen einer Baustellen oder einem Unfall – gebildet wird und nicht erst bei Annäherung der Einsatzfahrzeuge, da sonst unnötige Zeit verloren geht. Wenn die Fahrzeuge bereits dicht auf dicht stehen, wie es in einem Stau meist der Fall ist, ist es nicht mehr möglich, den Rettungsfahrzeugen rechtzeitig Platz zu schaffen.Da der Standstreifen nicht für Einsatzfahrzeuge geeignet ist – er ist nicht überall durchgehend ausgebaut, zudem können Pannenfahrzeuge den Weg versperren – ist die Bildung einer Rettungsgasse von entscheidender Bedeutung. Je schneller die Helfer vor Ort sind, umso schneller löst sich auch der Stau auf!

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Redaktion: Dennis Altenhofen
Fotos: Dennis Altenhofen
Video: Dennis Altenhofen

Veröffentlichung: 06. April 2015 - 21:00 Uhr
Letzte Aktualisierung: 07. April 2015 - 12:33 Uhr
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