Schluss mit den Provisorien: Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienst bekommen Wache in Igstadt

Die Provisorien bei Feuerwehr und Rettungsdienst in Bierstadt und Igstadt sollen ein Ende haben: Feuerwehr und Gesundheitsamt planen den Neubau einer gemeinsamen Feuer- und Rettungswache in Igstadt. Ein Baubeginn ist allerdings noch nicht in Aussicht – die Planungen sind noch in einem sehr frühem Stadium.

Als 1976 in der Oberlinstraße in Bierstadt ein neues Gebäude für die Feuerwehr gebaut wird, ist dieses allein als Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr geplant. Die Eingemeindung der östlichen Vororte zu Wiesbaden macht allerdings eine weitere Feuerwache der Berufsfeuerwehr nötig, um die Hilfsfrist von 10 Minuten gewährleisten zu können. Daher ziehen in die eigentlich viel zu kleine „Feuerwache 3“ die Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr ein.

Auch der Rettungsdienst errichtet 2006 aus einsatztaktischen Gründen eine provisorische Rettungswache auf dem Raiffeisen-Gelände am Ortsausgang Igstadt in Richtung Kloppenheim. Und auch das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr in Igstadt ist in die Jahre gekommen. Seit jeher wird für beide Provisorien nach einem Grundstück für einen Neubau gesucht.

„Allein schon die hygienischen Bedingungen und der Arbeitsschutz machen einen Neubau notwendig“, erläutert Oberbürgermeister Sven Gerich bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Harald Müller, Amtsleiter der Feuerwehr, ergänzt: „Auf der Feuerwache 3 muss beispielsweise der Flur gleichzeitig als Spindraum und Waschraum für die zehn Mann der Berufsfeuerwehr herhalten.“ Die Suche nach einem geeigneten, 7.000 bis 8.000 Quadratmeter großen Grundstück gestaltete sich nicht einfach.

„Um die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist gerade in Auringen, Medenbach, Breckenheim und Delkenheim einhalten zu können, kommt nur ein Standort in oder um Igstadt in Frage“, erklärt Müller. „Von Igstadt aus können sechs Vororte direkt erreicht werden. Das ist bei keinem anderen Standort der Fall“, so Müller weiter. Die Gerüchte um einen Neubau einer Feuer- und Rettungswache führten in Igstadt bereits zu großen Diskussionen.

„Wir nehmen die Bedenken der Anwohner sehr ernst“, erklärt Gerich. „Daher haben wir uns die Einsatzzahlen sehr genau angeschaut und informieren die Anwohner in einem sehr frühen Planungsstadium.“ Im Jahr 2012 fuhren bei insgesamt 2455 Einsätzen Feuerwehr- oder Rettungsdienstfahrzeuge durch den Ort. Mit dem neuen Standort für Freiwillige Feuerwehr, Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst am Ortsausgang in Richtung Nordenstadt sollen es mit 2358 Einsätzen 97 weniger sein, die durch den Ort führen.

Ein Großteil der Einsätze (rund 1200) führt dabei direkt aus Igstadt in Richtung Nordenstadt oder Erbenheim heraus. „Etwa 30 bis 40 Prozent der Einsätze werden zudem ohne Sondersignal gefahren“, erläutert Müller. Bisher führten die meisten Rettungsdiensteinsätze aufgrund des Standorts der provisorischen Rettungswache quer durch den Ort.

Eine genaue Bauplanung gibt es allerdings noch nicht. Die Stadt hat das Grundstück gekauft und steht derzeit mit den verschiedenen Ämtern im Gespräch. Mit einem Schallgutachten wurde aber bereits die Beeinträchtigung der Anwohner geprüft. Für einen bestmöglichen Schallschutz soll das Gebäude die Fahrzeugboxen und den Hof L-förmig von den Wohngebieten abschirmen. Mit dem Baubeginn wird frühstens 2016 gerechnet. Da aber noch keine Haushaltsmittel für einen Neubau beschlossen sind, wird sich der Termin wahrscheinlich weiter verzögern.

Auch einsatztaktisch wird sich durch den Neubau bei der Feuerwehr etwas ändern. Die Ausrückebereiche werden sich verschieben und die Feuerwache 3 wird nicht mehr so oft als Löschzugergänzung in die Stadt alarmiert werden. Auf der neuen Feuer- und Rettungswache wird eventuell neben dem Basis-Löschzug, bestehend aus einem Löschgruppenfahrzeug und einer Drehleiter, sowie dem Vorausrüstwagen auch ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug stationiert.

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