Reizstoffaustritt: Beißender und stechender Geruch im Verwaltungszentrum

Am Montagmittag kam es im Gesundheitsamt Wiesbaden in der Konradinerallee zu einem größeren Einsatz der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei. Gemeldet wurde ein beißender und stechender Geruch innerhalb des Gebäudes. Nach der Notrufabgabe wurde bereits das Gebäude in den betroffenen Bereichen eigenständig geräumt. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr, wurde zunächst der Entstehungsort des Geruchs lokalisiert, welcher sich nach bisherigen Erkenntnissen im ersten Obergeschoss befand. Betroffene Bereiche des Gebäudes wurden vorsorglich abgesperrt.

Ein Mitarbeiter gab ferner an, dass er eine Pfütze festgestellt und diese anschließend aufgewischt habe. Die Berufsfeuerwehr Wiesbaden neutralisierte anschließend den Boden um den besagten Bereich und gab das Gebäude bzw. die betroffenen Bereiche im Anschluss wieder frei.

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte der Feuerwehr könnte es sich bei dem Stoff wohlmöglich um Buttersäure gehandelt haben, dies ist jedoch noch in weiteren Analysen zu klären und nicht abschließend gesichert.Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben den Reizstoff auf dem Flurboden im ersten Obergeschoss neutralisiert und eine Dekontaminationsstelle zur Vermeidung einer Verschleppung der Buttersäure über die Schuhsohlen eingerichtet.

Nach derzeitigem Sachstand klagten insgesamt elf Personen über Schwindel und Übelkeit, wobei eine weibliche Person leicht verletzt und zur weiteren Abklärung in ein Wiesbadener Krankenhaus gebracht wurde. Aufgrund der Vielzahl von Betroffen kam neben den vier Fahrzeugen der Feuerwehr Wiesbaden auch die Einsatzleitung Rettungsdienst, bestehend aus dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sowie dem leitenden Notarzt, zum Einsatz.

Die Polizei Wiesbaden ermittelt derzeit bezüglich des Verursachers sowie der Ursache und nimmt Hinweise unter der Rufnummer: 0611/345-0 entgegen


Redaktion: Dennis Altenhofen
Fotos: Dennis Altenhofen
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Veröffentlichung: 12. Februar 2019 - 10:14 Uhr
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2019 - 10:20 Uhr
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