Polizei übt Terror-Szenarien am Frankfurter Hauptbahnhof

Anti-Terror-Übung Frankfurt HBf 20.03.18Die Bundespolizei führte unter Beteiligung des Polizeipräsidiums Frankfurt, der Berufsfeuerwehr Frankfurt und mit Unterstützung der Deutschen Bahn in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Frankfurter Hauptbahnhof eine Übung mit mehreren unterschiedlichen, fiktiven Terror-Anschlagsszenarien durch. Hinter Sichtschutzzäunen übten Streifenbeamte der Bundespolizeiinspektion Frankfurt in ihrem Revierbereich die Erstintervention und das Zusammenspiel mit den Beamten der Frankfurter Polizei.

Statisten, die aufwändig als verletzte Opfer geschminkt waren, mussten durch die Einsatzkräfte aus Gefahrenzonen gerettet und an die Feuerwehr übergeben werden, die ihrerseits die Übernahme einer großen Anzahl von Verletzten übte.

Anti-Terror-Übung Frankfurt HBf 20.03.18Die Bundespolizei und ihre Sicherheitspartner trainierten in sechs Übungsdurchgängen unterschiedliche Szenarien, in denen die Übungsleitung die übenden Streifenbeamten mit panischen Menschenmassen, schwerstverletzten Opfern und terroristischen Selbstmordattentätern konfrontierte. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, kamen – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen – Sprengmittel, Rauchbomben und Übungswaffen, mit denen Farbmarkierungen verschossen werden können, zum Einsatz.

An der Übung waren insgesamt 700 Beamte, Statisten, Helfer und Rettungskräfte beteiligt. Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure in einer komplexen, lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen zu trainieren und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Anti-Terror-Übung Frankfurt HBf 20.03.18In einem Stresstest mussten die Konzepte beweisen, dass sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch funktionieren. Die Übung verlief nach Auffassung der Übungsleitung planmäßig und erfolgreich. Erfolgreich heißt im konkreten Fall auch, dass sämtliche Übungsaufgaben durch die Teilnehmer erfüllt und gelöst werden konnten.

Außerdem konnten die Übenden zahlreiche praktische Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln, die vor allem auch der persönlichen Vorbereitung dienen und ihnen Handlungssicherheit geben. Schließlich werden die Ergebnisse der Übung in die bestehenden Sicherheitskonzepte einfließen, um diese, zum Schutz der Bürger und Bahnreisenden, noch weiter zu verbessern. Am Mittwochmorgen gegen 05:00 Uhr war die Übung beendet, sodass der Berufsverkehr den Frankfurter Hauptbahnhof wieder uneingeschränkt nutzen konnte.

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Redaktion: Lea Eicke
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 21. März 2018 - 11:26 Uhr
Letzte Aktualisierung: 21. März 2018 - 11:26 Uhr
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