Phosphorbombe wird bei Bauarbeiten in Presberg angebaggert

Bei Straßenbauarbeiten wurde am Mittwochmittag in Rüdesheim-Presberg (Rheingau-Taunus-Kreis) eine vermeintliche Phosphorbombe aus dem 2. Weltkrieg angebaggert, die daraufhin in Brand geriet. Eine eingeleitete Evakuierung im Umkreis von 500 Metern konnte abgebrochen werden, da der Kampfmittelräumdienst schnell Entwarnung geben konnte. Es handelte sich lediglich um Splitter einer Bombe, von denen keine weitere Gefahr ausging. 

Phosphorbombe Rüdesheim-Presberg 29.05.19

Bauarbeiter stießen bei Straßenbauarbeiten am Mittwoch gegen 11:45 Uhr auf einen metallischen Gegenstand. Bei der Berührung mit der Baggerschaufel geriet der Gegenstand in Brand. Die Bauarbeiter und die Feuerwehr konnten das Feuer zunächst nicht löschen. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Kampfmittelräumdienst wurde eine Evakuierung der Wohnhäuser im Umkreis von 500 Metern eingeleitet. Die Ortsdurchfahrt wurde voll gesperrt – Die Anwohner außerhalb des Evakuierungsradius wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Für die zu evakuierenden Personen wurde außerhalb von Presberg eine Sammelstelle eingerichtet.

Phosphorbombe Rüdesheim-Presberg 29.05.19

Der Kampfmittelräumdienst konnte schließlich schnell Entwarnung geben. Nach Begutachtung stellte sich heraus, dass es sich um Splitter einer Bombe handelte, an denen Phosphor noch haftete. Bei der Berührung mit der Schaufel des Baggers hatte sich der chemische Stoff wohl entzündet. Das Bruchstück wurde erfolgreich geborgen und entschärft, so dass gegen 14:20 Uhr sämtliche Absperrmaßnahmen wieder aufgehoben werden konnten. Die geplante Evakuierung des Ortes musste nicht durchgeführt werden und auch die Sperrung der L3272 konnte aufgehoben werden.

Flickr Album Gallery Pro Powered By: Weblizar

Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
Video:

Veröffentlichung: 29. Mai 2019 - 14:56 Uhr
Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2019 - 14:56 Uhr
Tags: