Naturkatastrophe in Slowenien: Hessen verlängert Hilfeleistungseinsatz

Hessischer Hilfseinsatz in Slowenien Januar 14Hessen verlängert seinen Hilfeleistungseinsatz in Slowenien. Damit reagiert die Landesregierung auf eine Bitte des slowenischen Katastrophenschutzministeriums. In Slowenien sind nach dem strengen Winterwetter der vergangenen Woche noch immer rund 50.000 Menschen ohne Strom. Ein 50-köpfiges Einsatzteam des Hessischen Katastrophenschutzes ist am Dienstagmorgen mit zehn Notstrom-Großaggregaten ins Einsatzgebiet aufgebrochen.

Dazu erklärte der Hessische Innenminister Peter Beuth: „Wir haben erneut schnell entschieden, den von der Naturkatastrophe in Slowenien betroffenen Menschen weiter zu helfen. Die Kosten für den Einsatz von rund 110.000 Euro trägt das Land Hessen gerne, um für die Notleidenden vor Ort eine Verbesserung ihrer Situation zu erreichen. Den überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des THW aus Hessen danke ich sehr für die großartige Hilfe, die sie leisten.“

Hessischer Hilfseinsatz in Slowenien Januar 14Trotz der gut funktionierenden internationalen Hilfe und der verbesserten Wetterlage ist die Situation vor Ort noch sehr angespannt. Aus diesem Grund baten die Slowenen um eine Verlängerung des ursprünglich für eine Woche geplanten Einsatzes des Hessischen Katastrophenschutzes.

Katastrophenschutzeinheiten aus Hessen und Einheiten des THW-Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland hatten sich am Dienstagmorgen bei der Stützpunktfeuerwehr in Neu-Isenburg getroffen. Um 9 Uhr startete der Hilfskonvoi in Richtung Slowenien, um in der Region Logatec Hilfe zu leisten. Die Anfahrt der Einheiten hatte rund 19 Stunden gedauert. Teilweise waren die winterlichen Straßen so schwierig befahrbar, dass Schneeketten aufgezogen werden mussten, berichtet der Main-Taunus-Kreis auf seiner Facebookseite.

Hessischer Hilfseinsatz in Slowenien Januar 14Das hessische Einsatzteam ist seit vergangenem Dienstag rund um die Stadt Logatec, etwa 30 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Ljubljana, aktiv. Mit den zehn Notstrom-Großaggregaten aus Hessen konnten die rund 50 Helferinnen und Helfer inzwischen eine Schule, eine Seniorenresidenz und mehrere Wohngebiete mit Strom versorgen.

An dem Ländereinsatz sind der Kreis Offenbach (der auch die Führungseinheit stellt), der Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Darmstadt, die Stadt Wiesbaden, der Lahn-Dill-Kreis, der Kreis Gießen, der Wetteraukreis, der Hochtaunus-Kreis, der Main-Taunus-Kreis und der Kreis Darmstadt-Dieburg beteiligt. Die Hessische Landesfeuerwehrschule bildet das Vorauskommando und stellt einen Verbindungsbeamten, der in den Stab von Slowenien entsendet wird.

„Ich bin froh, dass auch unsere Feuerwehr einen Teil dazu beitragen kann, die Not zu lindern“, sagt Wiesbadens Oberbürgermeister und Feuerwehrdezernent Sven Gerich. „Den Hauptbrandmeistern von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden und natürlich auch allen anderen Helfern danke ich für ihr Engagement und wünsche allen einen erfolgreichen und vor allem unfallfreien Einsatz.“

Der Hessische Katastrophenschutz verfügt als einer der wenigen in der Bundesrepublik über eine flächendeckende Ausstattung von insgesamt 27 Notstrom-Großaggregaten. Diese haben eine Leistung von jeweils 250 kVA und sind mit umfangreichem Zubehör zur Einspeisung in ein Hausnetz, eine Trafostation oder zur Stromverteilung ausgestattet. Ein neun Meter hoher Lichtmast komplettiert die Ausstattung, sodass im Bedarfsfall auch für Ausleuchtung einer Einsatzstelle gesorgt werden kann.

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Hessen hilft den von dem landesweiten Stromausfall in Slowenien betroffenen Menschen

Hilfseinsatz SlowenienHeftige Schneefälle und Eisregen haben in Slowenien zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. In weiten Teilen des Landes ist die Stromversorgung massiv gestört. Rund 80.000 Haushalte sind zurzeit ohne Strom. Slowenien hat daher die europäischen Länder um Unterstützung gebeten. Dazu erklärt der Hessische Innenminister Peter Beuth: „Das Land Hessen hat sofort seine Hilfe angeboten. Ein 50-köpfiges Einsatzteam des Hessischen Katastrophenschutzes ist heute Morgen mit zehn Notstrom-Großaggregaten ins Einsatzgebiet aufgebrochen. Die Helfer aus Hessen werden voraussichtlich heute am späten Abend an der slowenischen Grenze eintreffen.”

Mit den Aggregaten können Einrichtungen, die für die Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig sind, wie beispielsweise ein Krankenhaus, ein Dialysezentrum, ein Lebensmittelmarkt und eine Großtankstelle, mit Strom versorgt werden. Die hessischen Einsatzkräfte der Feuerwehren und des THW werden die Aggregate vor Ort unmittelbar in Betrieb nehmen. (mehr…)


Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: THW LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland / THW OV Hofheim / Main-Taunus-Kreis / Landeshauptstadt Wiesbaden
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Veröffentlichung: 08. Februar 2014 - 15:47 Uhr
Letzte Aktualisierung: 27. Februar 2014 - 22:13 Uhr
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