Moderne Technik und ein gutes Versorgungssystem ermöglichen effektive Rettung nach Verkehrsunfall

Am frühen Freitagabend wurden die Kräfte der Feuerwachen 2 und 3 gemeinsam mit umfangreichen Kräften des Rettungsdienstes und der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Nordenstadt zu einem Verkehrsunfall auf die L3028 zwischen Wiesbaden-Nordenstadt und Wiesbaden-Delkenheim alarmiert.

Verkehrsunfall L3028 Nordenstadt 24.09.2021
Zwei PKW waren in einem Kurvenbereich frontal kollidiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war eine Person bereits aus ihrem Fahrzeug befreit und wurde durch Ersthelfer versorgt. Eine zweite Person saß noch in ihrem Fahrzeug. Aufgrund des Verletzungsmusters wurde durch die Kräfte der Feuerwehr in Abstimmung mit dem Rettungsdienst eine technische Rettung mittels hydraulischem Rettungsgerät eingeleitet und durchgeführt. Hierbei kam modernste IT zum Einsatz. Bei dem Unfallfahrzeug handelte es sich um ein Hybridfahrzeug neuerer Generation. Durch eine Kennzeichenabfrage konnte das korrekte Rettungsdatenblatt zum Fahrzeug ermittelt und das Vorgehen im Zuge der technischen Rettung optimiert werden.

Die besondere Lage der Unfallstelle machte weitere Maßnahmen erforderlich. Durch Unfallfahrzeuge und eine gegebene Fahrbahnenge war zunächst ein geordnetes Abfahren von Rettungs- und Notarzteinsatzfahrzeugen aus der Einsatzstelle unmöglich. Um trotzdem handlungsfähig zu bleiben und einen schnellen Transport zu garantieren, wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 77“ aus Mainz unverzüglich angefordert. Parallel dazu wurde ein nicht mehr fahrbereites Unfallfahrzeug durch Kräfte der Feuerwehr mittels erst jüngst beschaffter Spezialausrüstung versetzt – dadurch wurde das Abfahren von Rettungswagen im Verlauf ermöglicht. Bei dieser Ausrüstung handelt es sich um ein tragbares Rollensystem, das unter einen nicht fahrbereiten PKW montiert werden kann. Gleichzeitig sorgten Kräfte der Polizei für ein gezieltes Abfahren von aufgestauten Fahrzeugen und unterstützen bei den Einsatzmaßnahmen.
Verkehrsunfall L3028 Nordenstadt 24.09.2021
Die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei führte zu einem optimalen Einsatzerfolg für die Betroffenen. Während eine Person bodengebunden in eine Wiesbadener Klinik transportiert wurde, erfolgte der Transport der zweiten Person per Hubschrauber in ein Krankenhaus der Stadt Frankfurt/Main. Die besonderen Umstände des Einsatzes verdeutlichen zum einen die Bedeutung einer zeitgemäßen Ausstattung der Feuerwehr und sie zeigen zum anderen auf, welche Vorteile sich für in Not geratene Menschen aus der urbanen Lage der Landeshauptstadt Wiesbaden ergeben – die schnelle Verfügbarkeit von Rettungskräften sowohl land- wie luftseitig haben entscheidend zum Einsatzerfolg beigetragen.

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