Manipulation an ICE-Schnellfahrstrecke

An der ICE Strecke Köln-Frankfurt wurde ein Schaden am Gleis festgestellt. Eine Mutwillige Zerstörung kann die Polizei nicht ausschließen. Lokführer berichtet über schlechteres Fahrverhalten. Es kamen keine Personen zu Schaden. Ein Verdächtiger konnte am Tag darauf gefasst werden.

Eine Beschädigung an der Schienenbefestigung führte am Freitag den 20.03.2020 zu einem größeren Polizeieinsatz an der ICE-Strecke Köln-Frankfurt bei Niedernhausen. Auf ca. 80 Metern wurden die Muttern der Schienen gelöst. Die Schnellfahrstrecke wurde für den Zugverkehr komplett gesperrt. Bis zur Sperrung hatten bereits mehrere Züge den betroffenen Abschnitt ohne Zwischenfälle passiert. Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt unterstützen sich die Polizei sowie die Bundespolizei und das LKA. Zur Spurensicherung wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Derzeit kann die Polizei einen möglichen, versuchten Anschlag nicht ausschließen. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen.

Bereits am Folgetag konnte in Köln ein 51 Jahre alter, deutscher Staatsbürger festgenommen werden. Ihm wird ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr und versuchter Mord vorgeworfen. Er wird dem Haftrichter vorgeführt. Die Festnahme erfolgte durch die Polizei Nordrhein-Westfalen in enger Zusammenarbeit mit den hessischen Beamten.


Redaktion: Robin von Gilgenheimb
Fotos:
Video:

Veröffentlichung: 23. März 2020 - 20:46 Uhr
Letzte Aktualisierung: 23. März 2020 - 20:46 Uhr
Tags: , , , , , , , , ,