Kellerbrand führt zu Großeinsatz – Feuerwehr rettet Bewohner über Drehleitern

Ein ausgedehnter Kellerbrand unter zwei Mehrfamilienhäusern in Schwalbach am Taunus führte am Donnerstagabend zu einem Großeinsatz, an dem letztlich rund 300 Einsatzkräfte des Main-Taunus-Kreises beteiligt waren. Rund 20 Menschen mussten von der Feuerwehr über Drehleitern gerettet werden. Erst das Fluten mit Schaum brachte im Keller einen Löscherfolg.

Kellerbrand Schwalbach a.Ts. 17.01.19

Gegen 18:30 Uhr bemerkten Anwohner des Ostrings in Schwalbach Rauch aus dem Keller dringen und alarmierten die Feuerwehr. Bei deren Ankunft brannte offenbar ein Kellerverschlag im Keller, der zwei vierstöckige Mehrfamilienhäuser verbindet. Während des Innenangriffs kam es vermutlich durch gelagerte Gaskartuschen zu mehreren Explosionen und einer schlagartigen Brandausbreitung.

Innerhalb kurze Zeit standen weite Teile des Kellers in Flammen. Der Innenangriff musste aufgrund der Explosionen und der enormen Hitze abgebrochen werden. Zusätzlich drang dichter Qualm in die Treppenräume beider Häuser, sodass den Bewohnern der Fluchtweg abgeschnitten wurde.

Kellerbrand Schwalbach a.Ts. 17.01.19

Zwischenzeitlich waren bereits mehrere umliegende Feuerwehren nachgefordert worden. Über zwei Drehleitern rettete die Feuerwehr 20 Anwohner von den Balkonen. Nach einer Untersuchung durch die Rettungsdienste vor Ort, musste niemand ins Krankenhaus. Sie wurden von einer SEG betreut und kamen bei Freunden oder im Hotel unter. Eine Anwohnerin stürzte über einen Schlauch und wurde leicht verletzt.

Da die Brandbekämpfung mit Wasser keinen Erfolg brachte, entschloss sich die Einsatzleitung den Keller mit Schaum zu fluten. Hierfür mussten mehrere Lichtschächte teils mit Spreizern aufgebrochen werden. Erst danach war es möglich den Löschschaum einzubringen. Der konzentrierte Schaumangriff zeigte schnell Wirkung.

Kellerbrand Schwalbach a.Ts. 17.01.19

Dennoch waren aufwändige Nachlösch- und Belüftungsarbeiten notwendig. Die TEL des Main-Taunus-Kreises koordinierte im ELW2 den Einsatz der letztlich rund 300 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis.

Die Wohnungen blieben aufgrund des Rauchs und abgeschalteter Stromversorgung vorübergehend unbewohnbar. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 300.000 Euro geschätzt. Im Laufe des Freitags haben Brandermittler der Kriminalpolizei die Arbeit vor Ort aufgenommen. Hinweise zur Brandursache gibt es noch keine.

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Max See / Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 18. Januar 2019 - 12:54 Uhr
Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2019 - 12:54 Uhr
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