Katastrophenfall im MTK festgestellt: 1000 Flüchtlinge erwartet

Symbolfoto

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Der Main-Taunus-Kreis muss ab Montag bis zu 1000 Flüchtlinge in Notunterkünften aufnehmen. Um die damit verbundenen Aufgaben zu bewältigen, hat Landrat Michael Cyriax als Leiter des Katastrophenschutzes den Katastrophenfall festgestellt. Die Flüchtlinge sollen in der Ländcheshalle Hofheim-Wallau und in der städtischen Sporthalle Hattersheim im Karl-Eckel-Weg in Kombination mit der angrenzenden Stadthalle untergebracht werden.

Der Kreis hatte sich in den vergangenen Tagen und Wochen intensiv darauf vorbereitet, am Freitagmorgen kam die Weisung des Landes Hessen, dass die Unterkünfte am Montag um 14:00 Uhr bereitstehen müssen. „Wir werden gemeinsam mit den Kommunen alles tun, um diese Herausforderung bestmöglich zu bewältigen“, so Cyriax. Es ist das erste Mal seit 1945, dass im Kreis der Katastrophenfall festgestellt wurde.

Die Meldung des Landes Hessen mit der Anweisung, die Flüchtlinge aufzunehmen, war am heutigen Freitag um 09:00 Uhr eingegangen. Daraufhin hatte Cyriax eine Lagebesprechung mit seinen Katastrophenschützern, die die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge gemeinsam mit den Kommunen vorbereitet haben und organisieren werden. Danach rief er den Katastrophenzustand aus.

Wie der Landrat mitteilt, sind die betroffenen Gebäude ab sofort gesperrt. Bis Montag werden dort Schutzböden verlegt, die Technik hergerichtet, Feldbetten aufgestellt und die notwendigen Einrichtungen für Essensausgabe, ärztliche Versorgung und andere Aufgaben aufgebaut. Die Vorbereitungen dazu waren bereits in den vergangenen Tagen getroffen worden. Um die Notunterkünfte werden Bauzäune gezogen, der Zutritt ist nur für die Personen erlaubt, die im Auftrag des Katastrophenschutzes dort tätig werden.

Die genaue Zahl der Flüchtlinge und deren Identität wurde dem Kreis vom Land nicht mitgeteilt. Ebenso ist unklar, wie lange sie dort untergebracht sind, und ob eventuell in Zukunft weitere Notunterkünfte eingerichtet werden müssen. Die Flüchtlinge seien noch nicht vom Land Hessen registriert, erläutert Cyriax. „Die Unterkünfte sind als erstes Notquartier für diejenigen Personen, die mehr oder weniger direkt von der Grenze kommen.“ Sie würden in der nächsten Zeit vom Land Hessen registriert und dann in andere Unterkünfte gebracht. Wie lange das dauern werde, sei aber völlig ungewiss.

Der Main-Taunus-Kreis werde die Bürger laufend über die Entwicklung informieren. Auf seiner Internetseite www.mtk.org hat der MTK eine eigene Seite dazu eingerichtet – dort wurde bereits am Donnerstag einen Frage-und-Antworten-Katalog für Bürger angelegt, der laufend aktualisiert wird. Zudem plant der Kreis nach Eintreffen der Flüchtlinge Bürgerversammlungen jeweils in Hofheim und in Hattersheim. Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben. Für Bürgerfragen steht zudem die zentrale Landratsamt-Nummer 06192-2010 zur Verfügung. Auch auf Twitter und Facebook werde der Kreis laufend informieren.

Wie Cyriax erläutert, wurde der Katastrophenfall aus organisatorischen und rechtlichen Gründen ausgerufen. „Die Aufnahme der Flüchtlinge ist eine immense Herausforderung für den Kreis und seine Bürger, aber keine Katastrophe im landläufigen Sinn“, so Cyriax. Der Katastrophenfall hat aber Konsequenzen, die bessere Voraussetzungen böten, die Lage zu bewältigen.

Geregelt ist der Katastrophenfall im Hessischen Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz sowie in weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien. Der Landrat übernimmt als oberster Leiter des Katastrophenschutzes die Gesamtverantwortung für den Einsatz. Gesteuert wird die Unterbringung und Betreuung über den ihm unterstellten Katastrophenschutzstab, der im Gebäude des Amtes für Brandschutz und Rettungswesen in Hofheim tagt. Er kann den Kommunen gegenüber im Rahmen des Einsatzes Anweisungen geben, zudem sind bestimmte baurechtliche Bestimmungen in den Unterkünften außer Kraft gesetzt.

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