Hochwasserschutz-Übung mit Bundespolizei- und US-Army-Hubschraubern in Flörsheim

Hochwasserschutz-Übung Flörsheim 07.05.14Mit rund 60 Einsatzkräften und zwei Hubschraubern hat der Main-Taunus-Kreis den Hochwasserschutz geprobt. An der Übung in Flörsheim-Weilbach nahmen neben Katastrophenschützern von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei auch die Bundeswehr, die Bundespolizei und die US Army teil. „Das zeigt, wie verschiedene Institutionen zur Sicherheit des Kreises und seiner Bürger zusammenwirken können“, erläutert Landrat Michael Cyriax. Bei der Übung „Flying Sandman“ wurde erprobt, wie zwei Hubschrauber an einem zentralen Sammelpunkt Sandsäcke aufnehmen und zum Einsatzort bringen.

Geübt wurde erstmals die Koordination der Arbeiten auf einem so genannten Behelfslandeplatz an der A66 in Nähe des Regionalparks an den Weilbacher Kiesgruben. Bei einem größeren Hochwasser im Kreis wird hier der Sandsacknachschub für die Deiche sichergestellt. Gleichzeitig werden von hier aus Sandsäcke ins Einsatzgebiet geflogen.

Hochwasserschutz-Übung Flörsheim 07.05.14Bei der Übung wurden ein Hubschrauber vom Typ „Super Puma“ der Bundespolizei aus Fuldatal und ein „Black Hawk“ der amerikanischen Streitkräfte aus Wiesbaden-Erbenheim eingesetzt. Sie nahmen die Sandsäcke auf und setzten sie in geringer Entfernung wieder ab. Simuliert werden sollte nicht die Arbeit in den Hochwassergebieten selbst, sondern die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten und Organisationen an der zentralen Sammelstelle, erläutert Cyriax – „im Einsatz für die Sicherheit zu Wasser, zu Lande und in der Luft“.

Vorbereitet worden war die Übung vom Main-Taunus-Kreis gemeinsam mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr. Dieses koordiniert im Ernstfall die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Einsatzkräften. Hochwasserschutz-Übung Flörsheim 07.05.14Zu „Flying Sandman“ hatten sich auch zahlreiche Fachbeobachter von Polizei, Hilfsorganisationen, Behörden, der US Army und der Bundeswehr eingefunden, darunter der Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr, Brigadegeneral Eckart Klink.

„Hochwasser zählt zu den realistischen Bedrohungsszenarien im Main-Taunus-Kreis“, erläutert Cyriax. Erst im Juni 2013 sei der Mainpegel mehrere Tage lang sehr hoch gewesen. Aber nicht nur dafür müssten Sandsäcke und Einsatzkräfte bereitgehalten werden. Beispielsweise komme es an den Taunushängen und an den darunter liegenden Kommunen immer wieder durch starken Regen zu Hochwasser.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Alexander Wörl / Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 09. Mai 2014 - 17:48 Uhr
Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2014 - 17:48 Uhr
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