Heidenrod: Fünf Tote bei Frontalzusammenstoß mit Lkw – Verursacher flüchtet

Tödlicher Frontalzusammenstoß B260 Heidenrod 19.09.13Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B260 bei Heidenrod sind am Donnerstag fünf Personen ums Leben gekommen. Nach dem Überholmanöver eines BMW krachte der entgegenkommende Peugeot frontal gegen einen Lkw – der Verursacher flüchtete. Die Polizei fahndet daher nach einem roten BMW 3er Compact aus dem Rheingau-Taunus-Kreis (Kennzeichen RÜD). Zunächst war unklar, wie viele Insassen in dem verunglückten Peugeot gesessen hatten, da sich der Pkw massiv unter dem Lkw verkeilt hatte.

Nach bisherigen Feststellungen der Bad Schwalbacher Polizei war ein Lkw in Fahrtrichtung Wiesbaden unterwegs, als er kurz vor der Einmündung nach Mappershain von einem roten BMW 3er Compact überholt wurde. Der Fahrer eines entgegenkommenden Peugeots versuchte auszuweichen und verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Wagen. Er geriet in den Gegenverkehr und prallte mit dem entgegenkommenden Lkw frontal zusammen.

Tödlicher Frontalzusammenstoß B260 Heidenrod 19.09.13Gegen 8 Uhr wurden die Feuerwehren Kemel, Mappershain, Laufenselden und Bad Schwalbach sowie Rettungsdienst und Notarzt mit der Meldung „Verkehrsunfall – Pkw gegen Lkw“ auf die Bäderstraße alarmiert. Noch bevor alle Rettungskräfte die Einsatzstelle erreichten, meldete der Rettungsdienst bereits vier Tote. Weitere Rettungskräfte konnten daher ihre Anfahrt abbrechen.

Eine bewusstlose Person auf dem Rücksitz konnten Feuerwehr und Rettungsdienst allerdings noch retten. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurden zunächst die Heckklappe und die rechte Hintertür abgetrennt und dann das Dach nach oben geklappt, um einen Zugang zu dem Schwerstverletzten zu bekommen. Der Lkw wurde leicht angehoben und ein Greifzug wurde vorbereitet, um den Pkw, falls nötig, unter dem Lkw hervor ziehen zu können. Der Rettungshubschrauber „Christoph 77“ aus Mainz landete derweil auf einem Feld neben der Unfallstelle.

Tödlicher Frontalzusammenstoß B260 Heidenrod 19.09.13Mit dem Rettungswagen wurde der Verletzte schließlich ins Krankenhaus gebracht. Auch der Fahrer des Lkw kam verletzt ins Krankenhaus. Durch die Wucht des Aufpralls hatten sich der Pkw und der Lkw aber so massiv ineinander verkeilt, dass die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sehr schwierig verliefen und zunächst nicht zu erkennen war, wie viele Insassen sich in dem massiv beschädigten Auto befanden. Polizei und Feuerwehr gingen dann zunächst von drei Toten aus.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass sich zum Unfallzeitpunkt mindestens fünf Personen in dem Pkw mit Offenbacher Kennzeichen befanden. Vier Insassen wurden bei dem Unfall unmittelbar getötet und konnten bislang noch nicht aus dem Fahrzeuginnenraum geborgen werden. Die zunächst aus dem Fahrzeug befreite Person ist mittlerweile im Krankenhaus verstorben. Somit erhöht sich die Zahl der Unfallopfer auf fünf Tote.

Tödlicher Frontalzusammenstoß B260 Heidenrod 19.09.13Zur genauen Feststellung der Unfallursache haben Spezialisten der Polizei und Sachverständige die Arbeit vor Ort aufgenommen.  Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wurden von einem Polizeihubschrauber Luftaufnahmen von der Unfallstelle gefertigt. Zur Identifizierung der im Fahrzeug getöteten Personen wurden Spezialisten der Kriminalpolizei hinzugezogen.

Die Bad Schwalbacher Polizei ist auf weitere Unfallzeugen angewiesen. Insbesondere Personen, die Hinweise zu dem flüchtigen roten 3er BMW (Compact, dreitürig, älteres Baujahr – vermutlich Baureihe E36, RÜD-Kennzeichen) geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Bad Schwalbach unter der Telefonnummer 06124 7078-0 in Verbindung zu setzen.

Mutmaßlicher Unfallverursacher festgenommen – Tote: Fünf Männer zwischen 30 und 45 Jahren

[Update 19.09.2013, 16:30 Uhr] Bei den ersten Fahndungsmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Unfallverursacher konnte mittlerweile ein 39-jähriger Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Sein roter BMW wurde sichergestellt und wird auf Spuren untersucht. Die Ermittlungen zur Fahrereigenschaft dauern derzeit noch an. Daher bittet die Polizei auch weiterhin dringend um Hinweise von Zeugen, die Angaben zum Ablauf des Unfalls oder zu dem roten BMW und dessen Fahrer machen können. Dabei sind Informationen zur Personenbeschreibung oder Details zum Unfallwagen oder dessen Kennzeichen von besonderer Bedeutung.

Auch die Maßnahmen zur Identifizierung der im Fahrzeug getöteten Personen dauern derzeit noch an. Nach jetzigem Erkenntnisstand handelt es sich um fünf Männer unterschiedlicher Nationalitäten im Alter zwischen 30 und 45 Jahren.

Tatverdächtiger wieder frei – Indentitäten der Opfer geklärt

[Update 20.09.2013, 13:30 Uhr] Der 39-jährige Tatverdächtige, der am Donnerstag im Zuge der ersten Ermittlungen festgenommen wurde, ist am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Ermittlungen zur Feststellung des Unfallverursachers dauern weiterhin an. Die Identitäten der bei dem Unfall getöteten Personen sind indes weitestgehend geklärt. Es handelt sich um fünf Männer im Alter von 29, 32, 37, 39 und 45 Jahren. Die Getöteten sind größtenteils jordanische Staatsangehörige – bei zwei Männern ist die Staatsangehörigkeit noch nicht abschließend geklärt.

Die Polizei in Bad Schwalbach bittet auch weiterhin um Hinweise von Zeugen, die Angaben zum Ablauf des Unfalls oder zu dem roten BMW und dessen Fahrer machen können. Dabei sind Informationen zur Personenbeschreibung oder Details zum Unfallwagen oder dessen Kennzeichen von besonderer Bedeutung. Die Nummer des Hinweistelefons lautet: 06124 7078-0.


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