Fünf Verletzte nach Kohlenmonoxid-Alarm in Hofheimer Shishabar

In einer Shisha-Bar in Hofheim (Main-Taunus-Kreis) sind in der Nacht zum Samstag fünf Menschen verletzt worden – zwei von ihnen schwer. Ursache war ein zu hoher Kohlenmonoxid-Gehalt in der Luft. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst war im Einsatz.

5 Verletzte bei CO Alarm in Shishabar
Gegen 0:00 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag klagte ein Gast der Shishabar in Hofheim (MTK) über Unwohlsein und Übelkeit. Laut Angaben der Rettungskräfte wurde ein Rettungswagen entsandt.

Aufgrund diverser ähnlicher Einsätze in der Vergangenheit untersuchte die Besatzung des Rettungswagens den CO Gehalt im Blut des Patienten. Nachdem diese erhöhte Werte feststellten, wurden diverse weitere Rettungsmittel hinzugezogen. Die Feuerwehr Hofheim räumte die Bar, in der sich zum Zeitpunkt des Einsatzes ca 30 Personen befanden. Fünf Personen mussten durch den Rettungsdienst behandelt werden, zwei davon galten durch die CO-Vergiftung als Schwerverletzt.

5 Verletzte bei CO Alarm in Shishabar

Aufgrund der größeren Anzahl der Gäste waren ca 14 Rettungswagen, zwei Notärzte sowie diverse Kräfte der Feuerwehr Hofheim und der Polizei im Einsatz. Die Zeilsheimer Straße in Hofheim war während der Rettungsmaßnahmen nur einseitig befahrbar.

Die Bar wurde bis auf weiteres geschlossen. Die Ermittlungsgruppe der Polizeistation Hofheim hat die Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen.

CO Gefahren in Shisha-Bars

Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein farb- und geruchsneutrales Gas, das über die Atemwege aufgenommen wird und den Sauerstofftransport im Körper stark beeinträchtigt. Weiterhin problematisch bei einer CO-Vergiftung ist die fehlende eindeutige Symptomatik. Bei einer Vergiftung treten häufig Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und je nach Stärke der Vergiftung auch Erbrechen und Bewusstlosigkeit auf. CO entsteht bei jeder Verbrennung, so zum Beispiel bei Kraftfahrzeugen, Kaminfeuer, dem Grillen und eben auch beim Rauchen von Shishas.

Eine Lüftungsanlage sollte in den Shisha Bars nicht nur vorhanden, sondern auch in Betrieb sein. Darüber hinaus müssen CO-Warnmelder – optisch den Rauchmeldern sehr ähnlich – installiert und in Kopfhöhe angebracht sein. Die Warnmelder lösen in der Regel bei 50 ppm CO aus. Dieser Wert liegt zwar oberhalb des zulässigen Arbeitsplatzgrenzwertes, aber noch unterhalb der Konzentrationen, die akute Vergiftungssymptome auslösen. Falls der Melder Alarm schlägt, müssen sofort sämtliche Fenster geöffnet werden und das Gebäude muss umgehend verlassen, so berichtet das Regierungspräsidium Mittelhessen.

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