Feuerwehr appelliert: „Hydranten-Deckel nicht zuparken!“

„Wenn es in einem Haus brennt, ist schnelle Hilfe durch die Freiwilligen Feuerwehren erforderlich“, betont Frank Kilian, Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises. „In solchen Fällen zählt jede Sekunde“, ergänzt Kreisbrandmeister Reiner Oswald vom Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienste der Kreisverwaltung. Dann benötigen die Feuerwehren unter anderem auch Löschwasser aus dem Wasserverteilungssystem der Hydranten, die im Boden von Straßen und Wegen verlegt sind.

Unterflurhydranten haben den Vorteil, dass sie nicht „im Weg“ sind, also kein Hindernis für den Verkehr darstellen. Oswald: „Dieser Vorteil kann im Ernstfall leider auch zum größten Nachteil werden, wie fast beim Balkonbrand in Oestrich-Winkel. Unter geparkten Fahrzeugen sowie unter Schnee oder Laub sind die ovalen Deckel gelegentlich schlecht aufzufinden.“ In Oestrich-Winkel konnte die Feuerwehr gerade noch das Standrohr neben dem geparkten Fahrzeug einsetzen.

„Ein Zeitverlust bei der Brandbekämpfung, welcher durch unerreichbare Hydranten entstehen kann, kann unter Umständen zu Schadensersatzansprüchen für den Verursacher führen und Menschenleben kosten. Die Hydranten liegen 120 Meter auseinander, so dass es länger dauern kann, bis die Löschwasser-Versorgung aufgebaut ist“, so der Kreisbrandmeister.

Der Fachdienst bittet deshalb darum, beim Abstellen der Fahrzeuge darauf zu achten, dass sie die ovale Hydranten-Deckel nicht „zuparken“. „Wir möchten darauf hinweisen, dass das Parken über Hydranten-Deckeln, über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen nach Paragraf 12 (3) StVO unzulässig ist.“


Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 11. Dezember 2018 - 13:37 Uhr
Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2018 - 13:39 Uhr
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