Feuer in Müllverwertungsanlage in Ginsheim-Gustavsburg hält Feuerwehr stundenlang in Atem

Vermutlich Selbstentzündung von Elektroschrott löst Brand in Müllverwertungsanlage im Kreis Groß-Gerau aus. Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Einsatz. Bevölkerung wird auf mehreren Wegen gewarnt, Türen und Fenster geschlossen zu halten um sich nicht dem schädlichen Rauch auszusetzen, der über weiten Teilen der Main-Spitze und im Bereich des südlichen Main-Taunus-Kreises zu sehen und zu riechen ist.

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Am frühen Morgen des 11. Januar 2020 nahm ein Mitarbeiter einer Müllverwertungsanlage in Ginsheim Gustavsburg einen Brand im Bereich der Elektroschrottablage war, er informierte die Feuerwehr und unternahm erste Löschmaßnahmen.Schon auf der Anfahrt konnte die Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung über dem Gelände erkennen.Bei Eintreffen der Feuerwehr musste festgestellt werden, dass das Feuer bereits auf mehrere Ablagen für Elektroschrott übergegriffen hat und drohte auf weitere Bereiche überzugreifen.

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Ein massiver Löscheinsatz konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern, zur Bewältigung des Löschangriffes wurden weitere Kräfte der Feuerwehr alarmiert.Da Elektro- und Kunststoffbrände allein mit Wasser nicht zu löschen sind, wurde spezieller Löschschaum in großen Mengen eingesetzt.

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Nach drei Stunden der Löscharbeiten konnte das Feuer gelöscht werden, der Einsatz für die Feuerwehr ist damit allerdings noch nicht beendet. Die riesigen Schrotthaufen müssen nun mit Hilfe eines Baggers auseinandergetragen werden, da sich im Inneren weitere Glutnester befinden, diese werden dann durch im Einzelnen durch die Feuerwehr abgelöscht und mit einem Schaumteppich bedeckt.

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Das Entsorgungsunternehmen muss im Anschluss das verbrannte Material und die Reste des Löschschaumes in einem weiteren Spezialentsorgungsunternehmen entsorgen. Spezialkräfte der Feuerwehren Groß-Gerau nahmen mehrere Messproben um eine mögliche Gefährdung für die Bevölkerung auszuschließen, die Messungen waren zum Glück negativ, so dass zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestand. Dennoch ist die nahe Bevölkerung dazu angehalten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
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Insgesamt wird die Feuerwehr wohl noch bis in die Nachmittagsstunden beschäftigt sein. Sie werden vor Ort mit Essen und warmen Getränken versorgt. Eine Schadenshöhe ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar, da im Anschluss überprüft werden muss, wie viel der Gebäudestruktur in Mitleidenschaft geraten ist.

Verletzt wurde niemand.

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Redaktion: Jolan Griemsmann
Fotos: Jolan Griemsmann
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Veröffentlichung: 11. Januar 2020 - 12:03 Uhr
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2020 - 12:03 Uhr
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