Feuer in Chemielabor auf dem Mainzer Uni-Campus

Symbolfoto

Am Sonntagnachmittag lief um 15:26 Uhr ein Brandmelderalarm aus dem Uni-Campus bei der Feuerwehrleitstelle Mainz ein. Nach der Anzeige des Melders in der Pforte handelte sich es um einen Alarm aus dem Gebäude „Neubau Chemie“ im Duesbergweg.

Als die ersten Einheiten an dem Gebäude ankamen wurde bereits leichter Brandgeruch wahrgenommen. Auf dem Weg zur Brandmeldeanlage wurde bemerkt, dass ein Großteil der Fensterfront im Erdgeschoss geschwärzt war. In diesem Moment riss aufgrund starker Hitze ein Fenster. Über dem Gebäude war Rauch wahrnehmbar, der vermutlich über die Lüftungsanlage ins Freie gelangte. Aufgrund der Gebäudenutzung und des stark entwickelten Brandes wurde das Alarmstichwort erhöht und weitere Kräfte zur Einsatzstelle nachalarmiert.

Die Feuerwehr baute die Löschwasserversorgung auf und ein Trupp unter Atemschutz ging im Innenangriff in das Gebäude vor. In einem Raum im Erdgeschoss hatte vermutlich ein Kühlschrank einen Brand ausgelöst. Wie sich später herausstellte, hatte der Raum in dem der Brand ausgebrochen war, keinen Melder. Die Brandmeldeanlage wurde daher erst ausgelöst, als sich der Rauch in Bereiche verteilt hatte, die mit Meldern überwacht waren. Die Hitzeentwicklung war daher bereits so stark, dass nun Teile der Fensterfront herausplatzten. Mit einem C-Rohr konnte der Brand jedoch schnell eingedämmt und gelöscht werden. Um eine weitere Verrauchung des Gebäudes zu verhindern setzte die Feuerwehr, nachdem sie durch Öffnen eines Fensters im Brandraum eine Abluftöffnung geschaffen hatte, einen Hochdrucklüfter ein.

Bei dem Raum handelte es sich um ein Labor, in dem auch technische Einrichtungen wie Tiefkühlschränke und Lösungsmitteltrocknungsanlagen benutzt werden. Durch den Brand wurden mehrere Geräte und Anlagen, sowie Teile der Versorgungsleitungen in diesem Bereich beschädigt. Die für die chemischen Versuche notwendigen Kühlanlagen, die Chemikalien auf Temperaturen von bis zu minus 80°C halten, waren nicht mehr mit Strom versorgt. Daher drohte die Gefahr, dass sich die Stoffe unter chemischen Reaktionen zersetzen könnten. Mit Unterstützung der Techniker des Uni-Campus gelang es dann, über eine Behelfsstromversorgung die betroffenen Anlagen wieder mit Spannung zu versorgen.

Zur Zeit des Brandausbruchs hielten sich dort keine Personen auf, es wurde niemand verletzt. Die Brandursache steht noch nicht fest, die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Die Feuerwehr war zeitweise mit zwei Löschzügen sowie mehreren Sonderfahrzeugen der Berufsfeuerwehr und zwei Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Mainz Bretzenheim vor Ort.

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