Erste CO-Warngeräte an die Rettungsdienste übergeben

Übergabe CO-Warngeräte 04.05.12Am Freitag hat Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Arno Goßmann die ersten Kohlenmonoxid-Warngeräte an die Vertreter der Rettungsdienstorganisationen in Wiesbaden übergeben. Auf dem Wiesbadener Schlossplatz nahmen Geschäftsführer und Mitarbeiter von Johanniter Unfallhilfe, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter Samariter Bund und Ambulance Wiesbaden nun die ersten der insgesamt 25 Warngeräte symbolisch entgegen und bestückten ihre Fahrzeuge.

Bisher waren nur auf den durchgehend in Dienst stehenden Fahrzeuge die Leihgeräte im Rahmen der CO-Studie verladen – nun sollen alle Rettungsmittel fest mit den Warngeräten ausgestattet werden. „Für die Landeshauptstadt Wiesbaden ist es als Träger des Rettungsdienstes eine Verpflichtung, nicht nur die Einsatzkräfte bestmöglich zu schützen, sondern bei Notfällen durch die Geräte auch rasche Klarheit über eine mögliche CO-Vergiftung bei Patienten zu erhalten“, betonte der Bürgermeister, aus dessen Etat die rund 7.000 Euro für die Geräte außerplanmäßig finanziert werden.

Übergabe CO-Warngeräte 04.05.12„Bei dem tragischen Unfall auf dem Gräselberg haben wir gesehen, wie wichtig die Bestückung aller Einsatzfahrzeuge mit den Warngeräten ist und deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, die Anschaffung der Warnmelder für den Rettungsdienst möglich zu machen“, erläuterte Goßmann. Bei der Aufarbeitung dieses und anderer Einsätze in Wiesbaden hat sich gezeigt, dass erst durch die CO-Warngeräte, wie sie im Rahmen einer Versuchsreihe der Berufsfeuerwehr Wiesbaden derzeit leihweise auf einigen Rettungswagen eingesetzt werden, Gesundheitsgefahren für Rettungskräfte und Patienten vermieden werden können.

Übergabe CO-Warngeräte 04.05.12Die vier Notarzteinsatzfahrzeuge in Wiesbaden wurden zusätzlich mit Geräten zur Bestimmung der Menge an Kohlenmonoxid im Blut ausgestattet. Damit kann eine Kohlenmonoxidvergiftung schon am Einsatzort festgestellt werden. Neben dem Rettungsdienst wird nach Informationen von Goßmann auch die Feuerwehr komplett mit den Warngeräten ausgestattet – hierbei sollen auch die freiwilligen Feuerwehren berücksichtigt werden.

Bürgermeister Goßmann dankte den Rettungskräften, Geschäftsführern und dem ärztlichen Leiter Götz Brodermann für ihre Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Die Studie zur Gefährdung der Einsatzkräfte durch CO ist in Kürze abgeschlossen. Die Ergebnisse, Schlüsse und Konsequenzen darauf sollen danach schnellstmöglich veröffentlicht werden. Vielen andere Landkreise haben die Gefahr durch Kohlenmonoxid bereits erkannt und ebenfalls Warngeräte angeschafft.

Mehr zum Thema „Gefährdung durch Kohlenmonoxid im Einsatz“ ist auf unserer Sonderseite zu finden.

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