Beziehungsstreit eskaliert: 28-Jähriger greift Polizisten mit Hammer an und wird mit Schüssen gestoppt

Tatort Budenheim 03.01.16Am Sonntagabend eskalierte ein Beziehungsstreit zwischen einer 24-Jährigen und ihrem 28-jährigen Ex-Freund in Budenheim (Landkreis Mainz-Bingen). Der Mann flüchtete und ging mit Pfefferspray und einem Hammer auf die Polizisten los. Mit vier gezielten Schüssen auf das Bein konnte der Angreifer gestoppt werden. Sechs Polizisten wurden ebenfalls verletzt.

Die Polizei wurde gegen 20:30 Uhr durch die junge Frau gerufen, da ihr Ex-Freund in der Wohnung randalieren würde und bereits einen Teil der Wohnungseinrichtung zerstört hätte. Gegenüber den eintreffenden Polizeikräften verhielt sich der 28-Jährige äußerst aggressiv, verbarrikadierte sich in einem Zimmer der Wohnung und bedrohte die Beamten.

Tatort Budenheim 03.01.16Noch bevor weitere Einsatzkräfte das Anwesen umstellen konnten, gelang dem 28-Jährigen die Flucht aus einem Wohnungsfenster. Mehrere Beamte, darunter ein Diensthundeführer, verfolgten den Flüchtigen zu Fuß und konnten ihn im Bereich Binger Straße/Jahnstraße stellen.

Während der Flucht setzte der 28-Jährige Pfefferspray gegen die Beamten ein und schlug mehrfach mit einem Schmiedehammer (500 gr.) in Richtung Kopf der Beamten und einem Diensthund. Nachdem die Androhung des Schusswaffengebrauchs und ein Signalschuss keinerlei Wirkung bei dem 28-Jährigen erzielte und der Angreifer weiterhin mit dem Hammer nach den Beamten schlug, sah sich ein Polizeibeamter gezwungen, seine Schusswaffe einzusetzen und gab vier Schüsse gezielt auf das Bein des Angreifers ab.

Tatort Budenheim 03.01.16Der 28-Jährige wurde ins Bein getroffen. Er konnte anschließend überwältigt werden. Der Angreifer wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in die Universitätsmedizin eingeliefert. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte sind die Schussverletzungen am Bein nicht lebensgefährlich.

Bei dem Einsatz wurden insgesamt sechs Beamte verletzt, drei durch Einwirkung von Reizgas und drei erlitten Prellungen durch die Abwehr der Hammerschläge. Diese drei Beamten konnten ihren Dienst aufgrund der erlittenen Verletzungen nicht fortsetzen und sind derzeit nicht dienstfähig.

Die Staatsanwaltschaft Mainz wurde umgehend in die Ermittlungen eingebunden. Ihre Ermittlungen erstrecken sich auch auf die Frage, ob der Schusswaffengebrauch rechtmäßig war. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird jedoch von einer Notwehrlage ausgegangen. Aus Neutralitätsgründen wurden die kriminalpolizeilichen Ermittlungen durch das Landeskriminalamt dem Polizeipräsidium Rheinpfalz übertragen. Die Freiwillige Feuerwehr Budenheim leistete mit ELW 1 und TLF 20/40 Amtshilfe, um den Tatort auszuleuchten.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 04. Januar 2016 - 20:10 Uhr
Letzte Aktualisierung: 04. Januar 2016 - 20:10 Uhr
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