Bewohnerin stirbt bei Gebäudebrand – Brand schwelt offenbar die ganze Nacht

Nachdem Nachbarn bereits am Montagabend einen nicht zuordenbaren Brandgeruch in Schlangenbad-Wambach festgestellt hatten, alarmierten sie am Dienstagmorgen die Feuerwehr, als sie eine Rauchentwicklung aus dem Dach eines Einfamilienhauses feststellten. Als die Feuerwehr in das Haus vorging, war das Gebäude komplett verraucht – offenbar ein Schwelbrand. Mit fünf Atemschutztrupps wurde das gesamte Gebäude abgesucht. Die Feuerwehrkräfte fanden die alleinstehende 70-jährige Bewohnerin schließlich tot in ihrem Bett – für sie kam jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Schwelbrand Schlangenbad-Wambach 30.04.19

Mit dem Verdacht auf einen Dachstuhlbrand wurden die Schlangenbader Feuerwehren am Dienstagmorgen gegen 06:20 Uhr zu einem Einfamilienhaus in der Straße „Im Alten Roth“ in Schlangenbad-Wambach alarmiert. Die eintreffenden Feuerwehrkräfte konnten eine Rauchentwicklung aus dem Dach wahrnehmen und verschafften sich daraufhin gewaltsam Zugang zu dem verschlossenen Haus. Die vorgehenden Atemschutztrupps stellten eine starke Verrauchung und große Hitze in dem gesamten Haus vor, fanden jedoch kein offenes Feuer.

Tödlicher Schwelbrand Schlangenbad-Wambach 30.04.19

Mit fünf Atemschutztrupps durchsuchte die Feuerwehr die Stockwerke, da nach Auskunft der Polizei eine Person in dem Haus gemeldet war. Im Schlafzimmer im Erdgeschoss fanden die Einsatzkräfte schließlich die 70-jährige Bewohnerin in ihrem Bett. Für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Identität der verstorbenen Person ist nach Angaben der Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.

Tödlicher Schwelbrand Schlangenbad-Wambach 30.04.19

Die Schlangenbader Feuerwehren waren mit 45 Kräften aus Wambach, Bärstadt, Schlangenbad-Kern, Georgenborn und Niedergladbach gemeinsam mit Rettungsdienst, Brandschutzaufsichtsdienst, Polizei und Energieversorger im Einsatz. Brandursachenermittler der Wiesbadener Kriminalpolizei sowie des Hessischen Landeskriminalamtes waren vor Ort und haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bis dato liegen keinerlei Hinweise auf eine Brandstiftung oder ein Einwirken von außerhalb vor. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von circa 250.000 Euro. Die Wiesbadener Kriminalpolizei (K11) hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 30. April 2019 - 10:09 Uhr
Letzte Aktualisierung: 30. April 2019 - 13:24 Uhr
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