Baustellenabsicherung übersehen – Tödlicher Lkw-Unfall auf der A3

Nach dem Lkw-Brand am Mittwochmorgen war auf der A3 die rechte Fahrspur gesperrt, um kontaminierte Erde abzutragen. Ein 56-jähriger tschechischer Lkw-Fahrer übersah am Donnerstagmittag die Baustellenabsicherung und fuhr auf das Fahrzeug der Straßenmeisterei mit Verkehrssicherunganhänger auf. Dabei wurde der 56-Jährige tödlich verletzt. Nach einer kurzzeitigen Vollsperrung konnte eine Fahrspur wieder freigegeben werden. Trotzdem kam es zu einem erheblichen Rückstau.

Tödlicher Lkw-Unfall A3 Niedernhausen 10.01.19

Ein 56-jähriger Tscheche war am Donnerstagmittag gegen 12:35 Uhr mit seinem Sattelzug, beladen mit Fahrzeugzubehörteilen, auf der A3 zwischen Niedernhausen und Idstein in Richtung Köln auf dem Weg nach England. Nach dem Lkw-Brand am frühen Mittwochmorgen war in Höhe Niederseelbach der rechte Fahrstreifen gesperrt, um an der Brandstelle Erde abzutragen.

Obwohl die Sperrung nach Aussage der Polizei ordnungsgemäß eingerichtet und rechtzeitig angekündigt war, übersah der 56-Jährige aus bisher unbekannten Gründen die Baustellenabsicherung. Trotzdem einer Vollbremsung krachte der Sattelzug in ein Steufahrzeug der Autobahnmeisterei mit Verkehrssicherungsanhänger. Das Streufahrzeug war glücklicherweise unbesetzt.

Tödlicher Lkw-Unfall A3 Niedernhausen 10.01.19

Das Streufahrzeug wurde durch den Aufprall in die Böschung geschoben und kippte auf die Seite. Der Anhänger wurde völlig zerstört. Der 56-Jährige wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät – Rettungsdienst und Notarzt können nur noch den Tod feststellen.

Durch Trümmerteile wurden alle drei Fahrstreifen blockiert. Das Teilstücke der A3 blieb für knapp eine Stunde voll gesperrt. Der Rückstau, der bereits durch die Baustelle bestand, verlängerte sich auf mehrere Kilometer. Über die linke Fahrspur konnte der Verkehr schließlich an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Tödlicher Lkw-Unfall A3 Niedernhausen 10.01.19

Nachdem Polizei und Unfallsachverständiger den Unfall aufgenommen hatten und der Polizeihubschrauber Luftaufnahmen gefertig hatte, konnte der 56-Jährige von der Feuerwehr aus seinem völlig deformierten Fahrerhaus befreit werden. Die anschließenden Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

Es entstand ein Gesamtsachschaden von rund 150.000 Euro. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Wiesbaden unter der 0611 / 345-4140 melden. Im Einsatz waren, neben Rettungsdienst, Notarzt und Autobahnpolizei, die Feuerwehren Niedernhausen, Königshofen und Idstein.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 10. Januar 2019 - 19:17 Uhr
Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2019 - 19:23 Uhr
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