Aufwändige Rettungsaktion nach missglücktem Foto auf der Loreley – 31-Jähriger stürzt in die Tiefe

Personenrettung Loreley 21.05.18Für ein Selfie-Foto ging ein Tourist am Pfingsmontag auf dem sagenumwobenen Loreleyfelsen bei Sankt Goarshausen (Rhein-Lahn-Kreis) offenbar einen Schritt zu weit – Er stürzte die Felswand hinab. Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei – samt Polizeihubschrauber – an, um den Mann in einer stundenlangen und aufwändigen Rettungsaktion bis in die Nacht aus der Felswand zu retten.

Glück im Unglück hatte am späten Montagabend ein 31-jähriger Mann aus Frankfurt, nachdem er am 132 Meter Hohen Loreley-Plateau in die Tiefe stürzte. Vermutlich rutschte er beim Fotografieren aus, stürzte in den Abgrund und kam rund 20 Meter unterhalb des Plateaus im Hang zum Liegen. Er konnte gegen 21:50 Uhr selbst noch einen Notruf absetzen.

Personenrettung Loreley 21.05.18Der Verunglückte war vom Plateau aus nicht zu sehen. Er machte sich durch die Taschenlampenfunktion seines Handys und durch Hilferufe bemerkbar. Nach kurzer Suche konnte er von den Rettungskräfte in einem extrem unzugänglichem Bereich gefunden werden. Unverzüglich wurde von der Feuerwehr die Gruppe Absturzsicherung der Verbandsgemeinde Loreley, die Höhenrettungsgruppe aus Boppard – die mit einer Fähre von der anderen Rheinseite aus übersetzte – sowie ein Polizeihubschrauber zur Ausleuchtung der Einsatzstelle nachalarmiert.

Die Rettungskräfte konnte sich aufgrund der Unwegsamkeit des Geländes nur gesichert und seitlich dem Verunglückten nähern. Nach einer Erstversorgung im Hang wurde der Verunglückte letztlich mit einer Schleifkorbtrage über einen Dreibock den Hang hinauf gezogen. Personenrettung Loreley 21.05.18Anschließend erfolgte der Transport des glücklicherweise nicht lebensbedrohlich verletzten Mannes in ein Koblenzer Krankenhaus. „Der Verunglückte hat schwer Glück gehabt“, so Einsatzleiter Ralf Reckermann.

Die aufwändige Rettung, an der insgesamt etwa 60 Rettungskräfte beteiligt waren, zog sich über zweieinhalb Stunden hin. Gegenüber hessenschau.de sagte Sprecher der Polizei in St. Goarshausen, dass der Mann mit Selbstauslöser Bilder von sich und dem Rheinfelsen machen wollte. Er hatte seine Kamera samt Stativ entsprechend positioniert, dann ging er rückwärts zur Felskante. „Auf einem oder zwei der Bilder ist der Mann noch zu sehen“, berichtete der Sprecher, „auf dem nächsten aber nur noch der Felsen.“

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 22. Mai 2018 - 14:12 Uhr
Letzte Aktualisierung: 22. Mai 2018 - 14:27 Uhr
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