Ab jetzt verfügbar: Die hessenWARN-App – KatWarn weitergedacht

Der hessische Innenminister, Peter Beuth, präsentierte am Dienstag die neue Warn- und Informations-App „hessenWARN“. Gemeinsam mit Landespolizeipräsident Udo Münch und Dr. Tobias Bräunlein, Referatsleiter Katastrophenschutz und Krisenmanagement präsentierte er die Weiterentwicklung der beliebten APP „KatWarn“, die bereits von 600.000 Hessen genutzt wird.

Präsentation hessenWARN 05.11.19

Bei der hessischen Version von KatWarn wurden Rückmeldungen aus der bisherigen Nutzung berücksichtigt und neue Funktionen eingebaut. So informiert hessenWARN künftig etwa auch über Cyberangriffe, Erdbeben, Produktrückrufe und beinhaltet auch einen Notruf mit automatischer Positionsübermittlung. Die kostenlos erhältliche Applikation ist ab sofort in den App-Stores verfügbar.

Alle Hessen können also von nun an die KatWarn-App durch die hessenWARN-App ersetzen. Keine Sorge: In der hessenWARN-App werden wie bisher alle KatWarn und NINA-Meldungen auch außerhalb von Hessen angezeigt, da die App auf der gleichen Technologie beruht und von den selben Experten des Frauenhofer Instituts entwickelt wurde. Zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise ein Wildwechselwarner, folgen im Jahr 2020.

Präsentation hessenWARN 05.11.19Präsentation hessenWARN 05.11.19

Für die automatische Notrufortung wird bei Nutzung der Funktion die Notrufnummer vorgewählt und muss zusätzlich bestätigt werden, um versehentliche Notrufe zu vermeiden. Gleichzeitig kann die zuständige Leitstelle über eine Weboberfläche den Standort einsehen.

Warnmeldungen werden größtenteils automatisch eingespielt. Akutwarnungen können, wie bisher von allen Polizeileitstellen, dem Innenministerium sowie den teilnehmenden integrierten Rettungsleitstellen eingespielt werden. Seitens der Feuerwehr- und Rettungsleitstellen nehmen bereits 20 der 26 Kreise und kreisfreien Städte teil. Ob bisher nicht teilnehmende Leitstellen, wie beispielsweise Wiesbaden oder der Hochtaunuskreis, das neue Angebot nutzen werden, ist noch unklar.

Präsentation hessenWARN 05.11.19

Das Land fördert die Teilnahme am hessenWARN-System, indem sie die Anschaffungskosten von rund 18.000 Euro übernimmt. Die jährlichen Betriebskosten von etwa 3.000 Euro müssen Kreis oder Kommune selbst tragen. Bis dahin übernehmen, soweit möglich und gewollt, die zuständigen Polizeileitstellen die Warnung der Bevölkerung bei Großbränden oder Gefahrstoffaustritten.

„Für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen ist Aufgabe des Staates. Ich finde es sehr wichtig, dass die Menschen in Hessen ohne Umwege gut und umfassend über Gefahren in ihrer Nähe und konkrete Verhaltensweisen informiert werden. Vor allem ist es in Zeiten sogenannter Fake News von zentraler Bedeutung, dass wir im Falle einer konkreten Bedrohung schnelle und verlässliche Informationen bieten. Daher rufe ich auch die Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf, die neue App auf ihren Smartphones zu installieren“, so der Innenminister.
Präsentation hessenWARN 05.11.19
Mehr Informationen zur hessenWARN-App auf www.hessenwarn.de

 

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Fotos/Screenshot: Michael Ehresmann - Grafik: Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
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Veröffentlichung: 05. November 2019 - 12:40 Uhr
Letzte Aktualisierung: 05. November 2019 - 12:40 Uhr
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