89-jähriger Rollstuhlfahrer stirbt bei Wohnungsbrand in Kriftel

Ein Wohnungsbrand in Kriftel (Main-Taunus-Kreis) endete am Donnerstagabend tragisch. Die Feuerwehrkräfte fanden eine leblose Person in dem völlig verqualmten Haus – für sie kam jede Hilfe zu spät. Der gehbehinderte Mann hatte sich trotz piepsender Rauchmelder nicht rechtzeitig retten können. Ein Großaufgebot der Feuerwehren Kriftel, Hofheim und Hattersheim sowie von Rettungsdienst und Polizei war im Einsatz.

Tödlicher Wohnungsbrand Kriftel 11.07.19

Nachbarn wurden am Donnerstagabend gegen 22:30 Uhr auf den piepsenden Rauchmelder und Hilferufe in einem Haus in der Bahnhofstraße in Kriftel aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Als die Rettungskräfte eintrafen, drang bereit dichter Rauch aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss, an den restlichen Fenstern waren die Rollläden herunter gelassen. Zur Menschenrettung gingen sofort alle verfügbaren Atemschutztrupps über den Hauseingang und mittels Drehleiter über ein Fenster in das Haus vor.

Tödlicher Wohnungsbrand Kriftel 11.07.19

Das gesamte Haus war bereits stark verraucht, was die Arbeit der Atemschutztrupps erschwerte. Im Küchenbereich fanden die Feuerwehrkräfte schließlich eine leblose Person und brachten sie ins Freie. Für den 89-Jährigen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Er hatte sich wohl nicht rechtzeitig aus dem Haus retten können, weil er auf seinen Rollstuhl angewiesen war.

Tödlicher Wohnungsbrand Kriftel 11.07.19

Die Feuerwehr Kriftel war mit rund 25 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurde sie durch die Drehleiter und ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Hofheim, einen überörtlichen Löschzug aus Hattersheim sowie Notarzt und Rettungsdienst, Einsatzleitung Rettungsdienst, Brandschutzaufsicht und Polizei – insgesamt mehr als 60 Kräfte. Ursache des Unglücks am Donnerstagabend war nach Polizeiangaben vermutlich eine brennende Mikrowelle. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Während der Löscharbeiten atmete ein Feuerwehrmann Rauchgase ein und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 50.000 Euro.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 12. Juli 2019 - 8:28 Uhr
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2019 - 11:49 Uhr
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