70.000 Platten und CDs verbrennen bei Gebäudebrand in Geisenheim

Gebäudebrand Plattenladen Geisenheim 03.05.17Ein Großbrand in der Alttsadt von Geisenheim beschäftigte die Feuerwehren im Rheingau die komplette Nacht. Ein Wohn- und Geschäftshaus brannte komplett aus. Im “Plattenstübchen” wurden rund 70.000 teils historische Tonträger Opfer von Hitze und Flammen. Verletzt wurde zum Glück niemand. Der Schaden wird auf über eine 500.000 Euro geschätzt.

Gegen 1:30 Uhr bemerkten die Bewohner, die auch Besitzer des Plattenstübchens sind, das Feuer im Lagerbereich. Sie alarmierten die Feuerwehr und warnten die Nachbarn. Zu diesem Zeitpunkt drang bereits dichter Qualm aus dem Hauptgeäbude und dem Anbau.

Bei Ankunft der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits mehrere Meter hoch aus dem Anbau. In dem Altbau fand das Feuer durch Holzverkleidungen sowie große Mengen Kunststoff- und Papierverpackungen ausreichend Nahrung und breitete sich schnell im gesamten Gebäude aus.

Aufgrund der enormen Hitze, die sogar Fenster der Nachbargebäude schmelzen ließ, war kein Innenangriff mehr möglich. Auch der Außenangriff gestaltete sich in der engen Bebauung schwierig. Aufgrund des Brandausmaßes wurden Einsatzkräfte aus dem gesamten Rheingau sowie die technische Einsatzleitung alarmiert.

Gebäudebrand Plattenladen Geisenheim 03.05.17Nach über sechs Stunden Brandbekämpfung konnten die letzten offenen Flammen im eingestürzten Anbau mit einem Schaumrohr im Innenangriff gelöscht werden. Das THW hatte zwischenzeitlich Teile des Gebäude abgestützt. Die Nachlöscharbeiten sowie die Brandwache werden jedoch noch den gesamten Mittwoch andauern.

Zur Versorgung mit Atemchutzgeräten kam auch die Feuerwehr Wiesbaden mit dem Abrollbehälter Atemschutz zum Einsatz. Das THW sicherte am Vormittag noch das Gebäude und kontrolliert mögliche Wandbewegungen. Damit kann eine mögiche Einsturzgefahr beurteilt werden.

Die rund 70.000 Tonträger, darunter einige wertvolle Schallplatten, sind komplett zerstört. Im November hätte das Plattenstübchen 40-jähriges Bestehen gefeiert. Außerdem sollte das Dach des denkmalgeschützten Gebäudes saniert werden. Den Sachschaden schätzen Polizei und Feuerwehr auf über 500.000 Euro.

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Michael Ehresmann und Fabian Klein
Video: Kamera: Michael Ehresmann / Schnitt: Sebastian Stenzel

Veröffentlichung: 03. Mai 2017 - 9:22 Uhr
Letzte Aktualisierung: 04. Mai 2017 - 11:50 Uhr
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