300 weitere Flüchtlinge treffen im Rheingau-Taunus-Kreis ein – Notunterkünfte in Aarbergen und Wehen sind belegt

Symbolfoto

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Es war schon weit nach 0.00 Uhr in der Nacht zum Dienstag, als – vom Mannheimer Hauptbahnhof kommend – weitere 316 Flüchtlinge in acht Bussen im Rheingau-Taunus-Kreis eintrafen und in den Notunterkünften in Aarbergen-Michelbach und in Taunusstein-Wehen aufgenommen wurden. „Völlig übernächtig entstiegen sie den Bussen“, so einer der Helfer, die seit der Alarmierung am frühen Abend und trotz der späten Nachtstunden auf die ankommenden Flüchtlinge gewartet hatten und sie nach dem medizinischen Aufnahme-Check mit dem Nötigsten versorgten. „Doch viele wollten einfach nur schlafen“, so das Mitglied des ASB, der mit dem DRK die Betreuung der Flüchtlinge in Taunusstein übernommen hatte. In Aarbergen ist das DRK im Einsatz.

Laut dem Krisenstab im Kreishaus war die Zahl der Flüchtlinge gegen 16.10 Uhr angekündigt worden. Diese seien in einem Zug aus Österreich nach Mannheim-Hauptbahnhof unterwegs, wo sie um 22.00 Uhr eintreffen sollten und anschließend die Verteilung auf die Bundesländer erfolgt. Schließlich hieß es dann aber, dass die sieben Busse mit den Flüchtlingen deutliche Verspätung haben, so dass sie erst weit nach Mitternacht in Aarbergen und Taunusstein eintreffen werden. Unter den Ankommenden waren viele Syrer und Iraker, darunter auch viele Familien mit zahlreichen kleinen Kindern im Alter zwischen Neugeborenem bis etwa 14 Jahre.

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Dies bedeutete eine logistische Herausforderung für die beiden Ärztinnen des Gesundheitsamtes, Dr. Christina Klein und Dr. Renate Wilhelm, die die 316 Flüchtlinge untersuchten. Sowie für die Mitarbeiter im Krisenstab mit Kreisbrandinspektor Joachim Dreier und Kreisbrandmeister Reiner Oswald sowie die Leitstellen-Leitung mit Ulrich Hartmann und Oliver Schütz an der Spitze bedeutete.

Bis kurz vor Morgengrauen waren allen im Einsatz, um die Koordination vorzunehmen und in den Hallen die erste Untersuchung vorzunehmen. An Schlaf war kaum zu denken. „Ich danke allen Beteiligten in meinem Haus, aber auch den zahlreichen Kräften der Rettungsdienste für diesen langen Einsatz in Aarbergen und Taunusstein. Es war vorbildlich, mit welchem Engagement alle Beteiligte diese Herausforderung angenommen und gemeistert haben“, lobte Landrat Burkhard Albers: „Der Krisenstab und die ehrenamtlichen Helfer der Rettungsdienste Malteser, DRK und ASB sind jetzt fast seit einer Woche weit über das Normale hinaus beansprucht und leisten hervorragende Arbeit.“

Landrat Albers war bereits am Montagabend in die Hallen nach Wehen und Michelbach gefahren, um den Helfern für ihren Einsatz zu danken. „Ich bin sehr dankbar, dass in den beiden Bürgerversammlungen in Eltville und Taunusstein deutlich wurde, dass die Bevölkerung diesen Einsatz würdigt und bei dieser Herausforderung aktiv mithelfen will.“ Jeweils rund 350 Menschen waren dabei zugegen und erhielten umfassende Informationen. Albers: „Der Eltviller Stadtverordnetenvorsteher Ingo Schon hat es passend zusammengefasst, als er sagte: ‚Uns sind Ängste genommen worden‘.“

Bürgertelefon, Bürgerversammlung und Spenden

Die von der Kreisverwaltung geschaltete Hotline unter 06124 / 510510 verzeichnete am Montag bereits 70 Anrufe. „Die Menschen fragen, wie sie helfen können, ob mit Sachspenden oder ehrenamtlichem Engagement. Sie wollen sich aktiv einbringen und das ist ein sehr, sehr gutes Zeichen für die Solidarität der Menschen hier im Kreis mit den Flüchtlingen.“ Die Angebote werden gesichtet und an die Kräfte vor Ort weitergegeben, um einen effektiven Einsatz zu ermöglichen.

Annahmestellen für Sachspenden in Eltville und Aarbergen sind bereits eingerichtet. Wie berichtet, befindet sich diese in Eltville am Bauhof im Wiesweg. In Aarbergen werden Sachspenden im Gemeindehof (hintere Einfahrt), Scheidertalstraße, montags bis donnerstags von 16.00 bis 17.00 Uhr, angenommen. Eine Annahmestelle in Taunusstein wird derzeit eingerichtet.

Die Bürgerversammlung, in der Landrat Burkhard Albers und der Aarbergener Bürgermeister Udo Scheliga über die Einrichtung der Notunterkünfte für Flüchtlinge – im Auftrag des Landes Hessen – informieren wollen, wird auf den kommenden Mittwoch, 7. Oktober 2015, 18.30 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Aarbergen-Michelbach, Martin-Luther-Straße, vorverlegt. Statt Freitag, 9. Oktober.

THW sorgt für Verpflegung

DSC_0112_kleinZahlreiche Einsatzkräfte errichten im THW Ortsverband Heidenrod einen Logistikstützpunkt. Die Verpflegung der Flüchtlinge sowie der eingesetzten Helfern wird von dort aus übernommen. Am späten Freitagnachmittag rollten die ersten Verpflegungseinheiten des THW in Heidenrod ein. Mit dabei drei Feldkochherde (FKH), Material und Ausstattung, um bis zu 1.000 Menschen zu versorgen.

Innerhalb kürzester Zeit wurde die THW Liegenschaft in Laufenselden zu einer „Großküche“ umfunktioniert. Eingesetzt sind aktuell rund 30 Einsatzkräfte aus den THW Ortsverbänden in Heidenrod, Blieskastel, Groß-Umstadt, Grünberg, Michelstadt und Montabaur.

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