[update! Mann gefunden!] Wiesbadener Rettungshundestaffel und Rettungstaucher beteiligen sich an Personensuche im Rheingau-Taunus-Kreis

Personensuche Waldems 25.04.07(me) Die Rettungshundestaffel sowie die Rettungstaucher aus Wiesbaden unterstützen seit den frühen Mittagsstunden die Suche nach einem verschwundenen Mann aus dem Rheingau-Taunus-Kreis.

Der 56-jährige Horst F. aus Steinfischbach bei Waldems ist Epileptiker und hat vor ca. zwei Wochen seine Tabletten, mit denen er die Krankheit im Griff hatte, abgesetzt. Am Dienstagmorgen rief er noch einen Freund an, dem er mitteilte, dass es ihm nicht gut ginge und er einen kleinen Spaziergang plant. Doch seitdem fehlt von dem 1,88 Meter großen Mann jede Spur. Personensuche Waldems 25.04.07Bereits am Mittwochmorgen suchten Fußgruppen der örtlichen Feuerwehren und ein Helikopter der Polizei nach dem Mann. Doch da sich rund um den Wohnort des Mannes nicht nur ein bis zu 4,50 Meter tiefer See, sondern auch einige Waldgebiete sowie nicht einsehbare Gräben befinden, entschloss man sich dazu, Unterstützung aus den angrenzenden Landkreisen anzufordern. Neben Rettungshundestaffeln aus dem Main-Taunus-Kreis wurde auch die FF-Stadtmitte für die Wiesbadener Rettungshundestaffel alarmiert. Für die Absuchung des Sees machten sich die Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr auf den Weg. Vor Ort angekommen, wurden der Rettungshundestaffel zwei Gebiete zum Durchsuchen zugeteilt. Nach Angaben von Freunden und Verwandten der Verschwundenen soll er gerne an dem See entlang spaziert sein. Daher konzentrierte sich die Suche der Wiesbadener Kräfte auf die Gebiete rund um den Weg, den er wahrscheinlich entlang gegangen war. Mit dem Feuerwehrmotorrad fuhren zwei Kameraden die Feldwege entlang und schauten in den einsehbaren Feldern nach dem Mann. Weitere Trupps mit Rettungshunden suchten im Unterholz und den Waldgebieten nach ihm.

Personensuche Waldems 25.04.07Bei den überdurchschnittlich hohen Temperaturen wurden viele Trinkpausen für die Einsatzkräfte und natürlich auch die Hunde eingelegt. An dem See stand auch ein Rettungswagen zur Absicherung der Taucherin bereitschaft. Am späten Abend wurde die Suchaktion vorerst abgebroche und für den Donnerstag eine weitere Suchaktion geplant.

Da parallel ein größerer Flächenbrand in Wiesbaden abzuarbeiten war und außerdem viele Kräfte der Berufsfeuerwehr im Tauchereinsatz gebunden waren, wurde die FF-Stadtmitte auch noch zur Wachbesetzung alarmiert. So konnte der Brandschutz im Stadtgebiet ergänzend sichergestellt werden.

 

[update 27.04.2007 – 18:00 Uhr]

Am Donnerstagabend wurde der vermisste zum Glück lebend in einem Waldstück nördlich der L3031. Im Rahmen einer großangelegten Suchaktion, an der sich vor Allem Bürger beteiligten, entdeckte ein mitsuchender Mountenbiker den Mann in einem schwer zugänglichen Bereich. Die Anwesenden Feuerwehrkräfte konnten in einer komplizierten Rettungsaktion den ansprechbaren Mann retten. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und weist außer Erschöpfungssympthome nur eine leichte Unterkühlung vor. Die Polizei vermutet, dass der Mann sich beim Walken stark überanstrengt und infolge dessen einen Schwächeanfall erlitten hat.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 25. April 2007 - 09:21 Uhr
Letzte Aktualisierung: 25. April 2007 - 09:21 Uhr
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