Wassernotversorgungskonzept des Hochtaunuskreises vorgestellt

Wassernotversorgungskonzept Hochtaunuskreis

Der Katastrophenschutz des Hochtaunuskreises hat am Samstag mit fünf Feuerwehren den Einsatz von mobilen Trinkwasserbehältern erprobt. Die Übung war Teil des neuen Wassernotversorgungskonzeptes des Kreises, das zum Beispiel bei einem großflächigen Stromausfall zum Einsatz kommt. Über drei Jahre hinweg werden durch den Hochtaunuskreis rund 75.000€ in die Wassernotversorgung investiert.

Die Ausbildungsveranstaltung in der Feuerwehr Friedrichsdorf Seulberg fand mit 27 Kräften der Feuerwehren Friedrichsdorf, Grävenwiesbach, Königstein, Neu-Anspach sowie Schmitten statt. Diese Auftaktveranstaltung war der Startschuss für eine flächendeckende Versorgung der Hilfsorganisationen im Hochtaunuskreis, basierend auf den planerischen Grundlagen des „Einsatzplan Stromausfall“ der seit 2009 erarbeitet wurde. Im Laufe der kommenden drei Jahre werden insgesamt 17 Hilfsorganisationen mit den Trinkwasserbehältern ausgestattet.

Wassernotversorgungskonzept HochtaunuskreisBei einem großflächigen Stromausfall würde laut aktuellen Berechnungen etwa ein Drittel der Wasserversorgung im Hochtaunuskreis nicht funktionieren, da die Pumpen der Wasserwerke nicht flächendeckend mit Netzersatzanlagen versorgt sind. Für diesen Fall gibt die Feuerwehr Trinkwasser aus. Bisher nutzte man in einem solchen Fall die Löschfahrzeuge. Aus hygienischen Gründen erlaubt die Trinkwasserverordnung diese Verfahrensweise nun jedoch nicht mehr.

Aber auch bei anderen Störungen im Trinkwasserbereich, wie zb stark verunreinigtem Wasser oder Wassermangel können die Wassertransportbehälter eingesetzt werden.

Wassernotversorgungskonzept Hochtaunuskreis

Aus diesem Grund beschaffte der Kreis nun eine Art aufklappbare Kunststoffbehälter. Die Kästen besitzen eine Innenfolie, die mit rund 1000 Liter Wasser gefüllt wird. Ist der Einsatz beendet, wird der Folieneinsatz, genannt „Inliner“, entsorgt und durch einen neuen, hygienisch einwandfreien, ersetzt.

Die Wasserbehälter werden auf Pritschenwagen verladen, hinter den Fahrzeugen wird dann eine Zapfstelle mit sechs Zapfhähnen in Betrieb genommen. Das Wasser kann eigenständig und ohne Betrieb einer Pumpe abgefüllt werden.

„Mit den neuen Wassertransportbehältern sind wir auf dem neusten Stand der Technik und auf den Notfall gut vorbereitet“, sagte Landrat Ulrich Krebs und dankte den Feuerwehrleuten im Kreis, die sich in ihrer Freizeit am Samstag mit der neuen Technik vertraut machten.

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Redaktion: Maximilian See
Fotos: Max See
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Veröffentlichung: 17. Februar 2018 - 15:02 Uhr
Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2018 - 15:09 Uhr
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