Wohnungsbrand in Hinterhaus – 13 Menschen gerettet

Wohnungsbrand Hinterhaus Adolfstraße 20.05.08(me) Am frühen Dienstagmorgen kam es zu einem Wohnungsbrand in einem Hinterhaus in der Adolfstraße (Innenstadt).Bei Eintreffen der Feuerwehr standen bereits mehrere Zimmer in Vollbrand. In den weiteren Stockwerken machten sich Bewohner bemerkbar, die nicht über das total verrauchte Treppenhaus flüchten konnten – Alarmstufe 2 wurde ausgelöst. Nach über 3 Stunden war der Einsatz erst beendet. Kurz nach halb 4 Uhr morgens bemerkte der Bewohner der Erdgeschosswohnung bei seiner Rückkehr, dass ein Zimmer bereits komplett brannte. Er alarmierte sofort die Feuerwehr und weckte die anderen Hausbewohner. Diese konnten jedoch das Gebäude nicht mehr verlassen, da das Treppenhaus und der Hinterhof schon komplett verqualmt waren.
Der Löschzug der Berufsfeuerwehr war jedoch noch wenigen Minuten vor Ort und konnte die Erstmaßnahmen einleiten während die Leitstelle einen zweiten Löschzug sowie die FF-Stadtmitte, die mit drei Fahrzeugen undWohnungsbrand Hinterhaus Adolfstraße 20.05.08 15 Einsatzkräften  anrückte, alarmierte.
Die Anwohner wurden angewiesen ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten und in den Wohnungen auf die Feuerwehr zu warten während sich zwei Atemschutztrupps mit C-Rohren zur Brandbekämpfung und ein Trupp zur Menschenrettung und Belüftung bereit machten. Nachdem zumindest das Treppenhaus rauchfrei war, konnten die teils verängstigten Bewohner mit Fluchthauben aus dem Haus gerettet und dem Rettungsdienst zur Versorgung übergeben werden. Insgesamt 13 Personen – und 2 Wellensittiche –  wurden gerettet. Zur Sicherheit wurden alle Bewohner in Krankenhäuser eingeliefert.
Das Feuer, das in der kompletten Wohnung wütete,konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten jedoch einige Zeit an, Wohnungsbrand Hinterhaus Adolfstraße 20.05.08da teilweise auch Isolierungen brannten. Um sicher zu gehen, dass keine Personen unbemerkt im Gebäude verblieben waren, wurden ein zweites mal alle Wohnungen gründlich kontrolliert, wobei jedoch niemand mehr anzutreffen war. Noch während der Aufräumarbeiten wurden sowohl Wasserschieber als auch I-Sauger eingesetzt um einen Wasserschaden durch Löschwasser zu vermeiden. Ebenso wurden Gas und Elektrik von einem Fachmann der Versorgungsbetriebe abgestellt.
Da die Polizei bis zum Mittag die Ermittlungen noch nicht in der Wohnung aufnehmen konnte, kann noch keine Brandursache genannt werden. Brandstiftung gilt jedoch bereits jetzt als äußerst unwahrscheinlich. Der entstandene Sachschaden in der Wohnung und Treppenhaus wird auf 50.000€ geschätzt.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 20. Mai 2008 - 06:06 Uhr
Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2008 - 06:06 Uhr
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