[VIDEO] Schneechaos: LKW blockieren Autobahn – Strohballenbrand in Kostheim

Heuballenbrand Kastel/Kostheim 20.12.09(sst) Zwei Paralleleinsätze forderten am Sonntagabend die Feuerwehr Wiesbaden. Während Wiesbaden schon am Freitag im Schneechaos versankt, versperrten auch am Sonntag zahlreiche querstehende LKWs die A3. Bei der Bergung eines Sattelschleppers riss der Kraftstofftank, sodass der Umweltzug der Feuerwehr anrücken musste. Zeitgleich standen in Kostheim rund 500 Strohballen in Flammen. Die Ballen wurden über mehrere Stunden kontrolliert abgebrannt.

Das Schneechaos hatte Wiesbaden auch am Sonntag noch fest im Griff. Auf der Autobahn A3 zwischen dem Wiesbadener Kreuz und Raunheim versperrten zahlreiche LKWs die Fahrbahn. Auf der glatten Straße gerieten sie ins Rutschen, stellten sich teils quer oder landeten im Straßengraben.

Schneechaos: LKW-Unfälle A3 20.12.09Bei der Bergung eines LKWs aus dem Graben riss dessen Kraftstofftank. Daraufhin wurde die Berufsfeuerwehr Wiesbaden und die FF-Nordenstadt alarmiert, um eine Umweltverschmutzung zu verhindern. Durch die Vollsperrung der Autobahn bildete sich ein langer Rückstau. So brauchten die Einsatzkräfte trotz Blaulicht und Martinhorn für wenige Kilometer eine halbe Stunde, um an die Einsatzstelle zu gelangen. Die im Stau stehenden Autofahrer hatten keine Rettungsgasse gebildet und auch den Standstreifen blockiert. Kommentar des Feuerwehr-Einsatzleiters gegenüber dem Wiesbadener Kurier: „Was, wenn jetzt Personen eingeklemmt oder verletzt gewesen wären?“ Glücklicherweise war das nicht der Fall.

Die Feuerwehr fing den ausgelaufenen Diesel auf und pumpte die Restmenge aus dem Kraftstofftank in Behälter um. Schneechaos: LKW-Unfälle A3 20.12.09Erstmals kam hier auch der neue Abrollbehälter Umweltschutz, der als Ersatz für den Gerätewagen-Öl dient, zum Einsatz.

Fast zeitgleich wurde die Feuerwehr in die Verlängerung der Steinern Straße zwischen Kastel und Kostheim alarmiert. Anrufer hatten eine Rauchentwicklung und Feuerschein gemeldet. Als die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kastel und der Berufsfeuerwehr an der Einsatzstelle zwischen der Bahnstrecke und dem „Fähncheskreuz“ eintrafen, standen zahlreiche Rundballen bereits im Vollbrand. Die Einsatzkräfte entschieden sich, die rund 500 gestapelten Strohballen kontrolliert abbrennen zu lassen. Mit einem Überdrucklüfter wurde das Abbrennen zusätzlichen beschleunigt und die Ballen mit einem Radlader eines Landwirts auseinander gezogen.

Während die Kräfte der Berufsfeuerwehr nach rund drei Stunden wieder einrückten, war die FF-Kastel noch bis spät in die Nacht vor Ort und kontrollierte das Abbrennen. Heuballenbrand Kastel/Kostheim 20.12.09Die Feuerwache 2 und 3 wurden während der beiden Einsätze durch die Freiwilligen Feuerwehren aus Schierstein und Auringen besetzt.

Am Montagabend musste die Berufsfeuerwehr und die FF-Kastel erneut an die Einsatzstelle ausrücken. Die Strohballen hatten wieder Feuer gefangen. Diesmal entschied der Einsatzleiter, die Strohballen auseinander zu ziehen und abzulöschen. Dazu wurden auch die beiden Großtanklöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr mit je 10.000 Litern Wasser alarmiert. Die Feuerwache 2 wurde erneut durch die FF-Schierstein besetzt, da ein weiteres Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr in einem größeren Wasserschaden in der Innenstadt gebunden war.

Nach rund zwei Stunden waren die Flammen gelöscht und die Einsatzkräfte konnten wieder einrücken. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 21. Dezember 2009 - 10:22 Uhr
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2009 - 10:22 Uhr
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