Brandheiße Ausbildung: Brandbekämpfung im Übungscontainer

Brandübungscontainer März'09Eine Woche lang hatten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Wiesbaden die Gelegenheit, unter realistischen Bedingungen eine Brandbekämpfung zu üben. Ein Brandübungscontainer war zu Gast auf der Feuerwache 2.

Es ist die „Uraufgabe“ der Feuerwehr und gleichzeitig eine der Gefährlichsten. Daher benötigt die Brandbekämpfung eine anspruchsvolle Ausbildung. Doch den meisten Feuerwehrleuten fehlt die Erfahrung mit realen Bränden. Eine „Heißausbildung“ unter realistischen Bedingungen ist daher unabdingbar.

Brandübungscontainer März'09Aus diesem Grund betreibt die Berufsfeuerwehr Wiesbaden eigens einen so genannten „Flash-Over-Container“, in dem eine Gewöhnung an Hitze erfolgen und die Abwehr und Erkennung von Rauchgasdurchzündungen geübt werden kann. Doch auch die Bekämpfung von Wohnungs- oder Kellerbränden muss unter realistischen Bedingungen trainiert werden. Aus diesem Grund war im März eine Woche lang ein gasbetriebener Brandübungscontainer auf der Feuerwache 2 in Kastel stationiert.

Alle Atemschutzgeräteträger der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren aus Wiesbaden hatten hier die Gelegenheit einen Kellerbrand zu löschen. An verschiedenen Brandstellen, die einzeln zu und abgeschaltet werden können, Brandübungscontainer März'09sowie mit Hitze und Rauch konnten die Atemschutztrupps das taktische Vorgehen im Innenangriff üben. Besonders kam es hierbei auf die Zusammenarbeit und die Kommunikation im Trupp an. Der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr wurde ebenso trainiert, wie das Erkennen von Gefahrensituationen und das Ergreifen der richtigen Maßnahmen, beispielsweise bei einem Flash-Over. Aber auch das Kennenlernen der eigenen körperlichen Grenzen und die Belastungsgrenzen der Schutzkleidung sollten bei Temperaturen von bis zu 600 Grad demonstriert werden.

Die mobile Brandübungsanalage der Firma Fire House Brandsimulation aus Barby (Sachsen-Anhalt) tourt noch bis Dezember im Auftrag des Hessischen Innenministeriums durch Hessen. 30 Wochen lang wird er an 26 verschiedenen Standorten zur Verfügung stehen. Bereits in den Jahren 2005 und 2007 hatten alle hessischen Atemschutzgeräteträger die Gelegenheit, eine Heißausbildung in einem Brandübungscontainer zu absolvieren.

Vielen Dank an die Abteilung Ausbildung der Berufsfeuerwehr für die gute Kooperation!




Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos:
Video:

Veröffentlichung: 30. April 2009 - 11:23 Uhr
Letzte Aktualisierung: 30. April 2009 - 11:23 Uhr
Tags: