Unwettereinsatz – Starkregen in Sonnenberg läßt Baugrube überlaufen

(thg) Durch einen kurzen aber extrem heftigen Regenschauer, kam es am Montagabend in der Sonnenberger Straße „Am Schloßberg“ zum Überlaufen eines ausgehobenen Bauschachtes. Dabei wurde so viel Erdreich, Geröll und Steine mitgerissen, dass  es zu einer kleineren Schlammlawine kam, die mehrere Straßen mit einer dicken Matschschicht überschwemmte.

Anwohner der Straße riefen die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sonnenberg zur Hilfe herbei. Teile der Straße hatten sich abgesenkt und der Regen, der etwa 20 Minuten sinnflutartig vom Himmel fiel, verwandelte sich in eine braune, zähe Masse.

Unmengen an Schlamm und Geröll spülte das abfließende Wasser aus dem Schacht heraus, so dass am Ende eine Fläche von etwa 650 Quadratmetern, die an unterschiedlichen Stellen 5-20 Zentimeter dick war, bedeckt wurde.

Hauptsächlich betroffen war die Danziger Straße sowie die Straße „An der Stadtmauer“. Wegen der aufwändigen Reinigungs- und Aufräumarbeiten musste die Schuppstraße ebenfalls gesperrt werden. Mit Schaufel und Besen wurde nun Straße für Straße von der nassen Erde befreit und anschließend mit klarem Wasser abgespült.

Wegen der starken Beschädigung und dem Absacken der Straßendecke, kam der ELD1 an die Einsatzstelle um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Unterstützt wurde die Feuerwehr Sonnenberg, die mit ihrem LF8 vor Ort war, vom Basis-Löschfahrzeug der Feuerwache 3. Auch die ESWE-Betriebe wurden tätig und die Polizei übernahm die Absperrmaßnahmen. Nach knapp vier Stunden konnte der Bereich am Hofgartenplatz wieder frei gegeben werden.

Nebenbei retteten die Männer der Feuerwehr Sonnenberg noch acht Koi-Karpfen das Leben. Einem Anwohner der betroffenen Straße neben der Baustelle, lief der Regenmatsch direkt in seinen Teich mit den Tieren darin. Schnell wurde eine Tauchpumpe installiert um das verunreinigte Wasser zu entfernen. Danach wurde der Teich wieder mit frischem Wasser gefüllt. Die Fische und deren Besitzer waren natürlich höchst dankbar für diese Tat.

Wärendessen kam es in den Vororten Bierstadt und Rambach ebenfalls zu mehreren, kleineren Einsätzen die auf das kurze Unwetter zurückzuführen waren. Es mussten hauptsächlich Kellerräume leergepumpt werden. In einem Firmengebäude stand das Wasser 40 Zentimeter hoch. Auch hier wurde das Wasser mittels Tauchpumpen abgesaugt.

 




Redaktion: Thorsten Grüner
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Veröffentlichung: 11. August 2009 - 12:00 Uhr
Letzte Aktualisierung: 11. August 2009 - 12:00 Uhr
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