Umgestürzter LKW blockiert 6 Stunden lang die A643 – Verkehrschaos im Südwesten

dsc00078.JPG(me) Ein umgestürzter Silo-LKW sorgte für eine stundenlange Sperrung der A643 in Richtung Mainz. Zwar kam es zu keinen größeren Personenschäden, aber rund um das Schiersteiner Kreuz staute sich der Verkehr in alle Richtungen.

Am Freitagvormittag fuhr der 23 Jahre alte LKW-Fahrer mit seinem Sattelzug an der Auffahrt Äppelallee auf die Autobahn auf. Vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit kippte der Auflieger um und das LKW-Gespann rutsche über die Fahrspuren bis zur Betonwand am Mittelstreifen. Zum Glück erkannten die Autofahrer auf der Autobahn die Situation alle rechtzeitig und konnten eine Kollision vermeiden.

Da erste Notrufe von einem Gefahrguttransporter berichteten und die Lage noch unklar war, wurden die FF-Biebrich und die Kräfte der Berufsfeuerwehr auf die Autobahn geschickt um gegebenenfalls die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es sich „nur“ um einen Silo-LKW, der mit Zement beladen war, handelte. dsc00077.JPGVon der Ladung war auch nichts ausgelaufen und daher beschränkten sich die Maßnahmen der Feuerwehr auf die Absicherung der Einsatzstelle und die üblichen Maßnahmen bei einem Verkehrsunfall. Der Fahrer wurde bei dem Unfall auch nur leichtverletzt und zur Kontrolle ein Krankenhaus gebracht. Leider gestalteten sich die Bergungsmaßnahmen durch das enorme Gewicht sehr – so schwierig, dass neben dem Kran der Bergungsfirma noch 2 weitere Spezialkrane aus Mainz die Bergung unterstützten. So dauerte es knapp 6 Stunden lang, bis die Autobahn Richtung Mainz wieder freigegeben werden konnte. In der Zwischenzeit staute es sich auf den Umleitungsstrecken der A66, A671 und B455. Auch im Stadtgebiet – Biebrich und Schierstein – reiheten sich Auto an Auto. So ging rund um den Biebricher WalMart stundenlang fast gar nichts mehr. Erst Stadtauswärts, ab der B42 entspannte sich die Lage. Im weiteren Verlauf kam es zu einer völligen Überlastung der Rheinfähren und auch hier zu entsprechend langen Wartezeiten.

Der entstandene Sachschaden beträgt laut Polizei 150.000 €.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 27. April 2007 - 11:23 Uhr
Letzte Aktualisierung: 27. April 2007 - 11:23 Uhr
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