Reizgas in Schule versprüht – 64 Verletzte in Runkel

Reizgas in Schule versprüht Runkel 22.09.17Für einen Großeinsatz an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Runkel (Kreis Limburg-Weilburg) sorgten am Freitagmorgen zwei Jugendliche. Die 12- und 13-Jährigen hatten offenbar Pfefferspray versprüht. 62 Schüler/-innen und zwei Lehrkräfte klagten daraufhin über Atemwegsreizungen und kamen nach einer Erstbehandlung vor Ort in verschiedene Krankenhäuser.

Gegen 9:30 Uhr wollten die beiden Siebtklässler der IGS Runkel nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei ein Pfefferspray ausprobieren. Sie versprühten es in einem leeren Klassenraum und auf der Toilette. Durch die Ausbreitung der Reizgase im Flur klagten schnell zahlreiche Schüler und Schülerinnen sowie zwei Lehrkräfte über Atemwegs- und Augenreizungen.

Reizgas in Schule versprüht Runkel 22.09.17Während die ersten Rettungskräfte schnell vor Ort waren, wurde die Schule komplett geräumt und alle Betroffenen in der Sporthalle gesammelt und erstversorgt. Insgesamt 62 Jugendliche sowie die zwei Lehrkräfte mussten hier behandelt werden. Aufgrund der Vielzahl an Verletzten kamen insgesamt rund 40 Rettungsfahrzeuge aus dem Kreis Limburg-Weilburg sowie den umliegenden Kreisen zur Einsatzstelle.

Ebenso unterstützte die Feuerwehr Runkel die Rettungskräfte und sicherte die betroffenen Räume. Die Polizei konnte schnell das Pfefferspray sicherstellen und die zwei Tatverdächtigen identifizieren und der Schulleitung sowie den Erziehungsberechtigten übergeben.

Die 64 Verletzten kamen alle zur weiteren Untersuchung und Behandlung in verschiedene Krankenhäuser. Die Eltern der Verletzten Kinder wurden durch die Schulleitung betreut und informiert. Auch Notfallsellsorge standen vor Ort bereit. Der Schulbetrieb an der IGS wurde für den Tag eingestellt. Nach rund vier Stunden konnten die Einsatzkräfte den Großeinsatz beenden.

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Redaktion: Michael Ehresmann
Fotos: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 22. September 2017 - 16:32 Uhr
Letzte Aktualisierung: 22. September 2017 - 16:32 Uhr
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