Mit Grill die Wohnung geheizt – Drei Bewohner erleiden Kohlenmonoxid-Vergiftung

Symbolfoto

In der Nacht zum Montag wurde bei der Rettungsleitstelle Maintaunus um 01:25 Uhr ein Rettungswagen in die Maler-Schütz-Straße in Flörsheim gerufen. Eine Person klagte über Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Vor Ort stellten die Rettungssanitäter einen deutlich erhöhten Kohlenmonoxid-Wert im Hausflur fest, da der mitgeführte CO-Warner Alarm schlug.

Die 14 Bewohner des Hauses wurden daraufhin von der nachalarmierten Feuerwehr aus dem Wohnhaus evakuiert und rettungsdienstlich betreut. Drei Hausbewohner im Alter von 12, 44 und 51 Jahren erlitten eine CO-Vergiftung und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.Nach dem Belüften der Wohnungen wurden diese für die Mieter wieder frei gegeben.

Der Grund für den hohen CO-Wert wurde durch die eingesetzte Feuerwehr schnell ermittelt. In dem Wohnhaus war die Zentralheizung über das Wochenende aufgrund eines Defektes abgestellt. Da die Wohnungen auskühlten, stellten Mieter in ihrem Wohnzimmer einen Holzkohlegrill auf. Mit dem Grill versuchten sie die Wohnung zu heizen. Die unvollständige Verbrennung führte zur Bildung von Kohlenstoffmonoxid. Es handelt sich dabei um ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas, welches schon ab den geringsten Konzentrationen Blut, Nerven und Zellen dauerhaft und irreparabel schädigen kann.


Ausführliche Informationen zu Kohlenmonoxid, der Studie der Berufsfeuerwehr Wiesbaden sowie konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie auf unserer Sonderseite „Gefährdung durch Kohlenmonoxid“.


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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 13. November 2017 - 14:23 Uhr
Letzte Aktualisierung: 13. November 2017 - 14:23 Uhr
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