Millionenschaden bei Lagerhallenbrand in Wiesbadener Holzhandlung

Beim Brand einer Lagerhalle in der Königsteiner Straße, entstand letzte Nacht ein Sachschaden in Millionenhöhe. Die Halle einer Wiesbadener Holzhandlung stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits im Vollbrand und stürzte kurze Zeit später komplett ein.

Durch die große Hitzeentwicklung und den Funkenflug, gerieten mehrere PKW und ein LKW in Brand bzw. wurden stark beschädigt. Das Feuer und die Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften, die auch aus den angrenzenden Landkreisen angefordert wurden, löschten die ganze Nacht bis weit in den Tag hinein das flammende Inferno.

Gegen 1:10 Uhr gingen die ersten Notrufe in der Wiesbadener Rettungsleitstelle ein. Gemeldet wurde der Brand einer Lagerhalle in der Hombuger/Königsteiner Straße. Als der Löschzug der Feuerwache 1 sowie die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch in den Nachthimmel. Da die Halle selbst nicht mehr zu halten war, richtete man umfangreiche Riegelstellungen ein, um die angrenzenden Gebäude und Wohnhäuser zu schützen.

Außerdem mussten mehrere brennende PKW gelöscht werden, die in der Königsteiner Straße geparkt waren und durch die Hitzestrahlung in Brand gerieten. Ein mit Granulat beladener LKW der unmittelbar neben dem Gelände des Holzhandels abgestellt war, wurde ebenfalls beschädigt und musste mit erheblichen Wassereinsatz vor den Flammen geschützt werden.

Innerhalb kurzer Zeit wurde weitere Verstärkung nachalamiert, sowie die Alarmstufe auf 3 erhöht. Mehrere freiwillige Feuerwehren aus den unterschiedlichen Stadtteilen rückten nach, um die Löschmaßnahmen zu unterstützen. Außerdem wurden aus den angrenzenden Landkreisen Mainz, Main-Taunus-Kreis und Rheingau-Taunus-Kreis weitere Großtanklöschfahrzeuge nachgefordert. Auch das Industrielöschfahrzeug der Werkfeuerwehr InfraServ aus dem Industriepark Kalle-Albert in Biebrich, rückte an um tatkräftig Hilfe zu leisten.

Wegen der starken Hitze- und Rauchentwicklung wurden die Anwohner darüber informiert, Fenster und Türen bis auf weiteres geschlossen zu halten. Meßfahrzeuge der Feuerwehr prüften im gesamten Einsatzbereich immer wieder die Rauchkonzentration. Trotzdem verfolgten Unmengen an Schaulustigen über Stunden hinweg den Löscheinsatz der Feuerwehr. Während des Einsatzes wurden mehrere Straßen von der Polizei gesperrt, wodurch es im morgendlichen Verkehr zu Behinderungen kam.

Insgesamt waren bisher 14 Freiwillige Feuerwehren aus den Wiesbadener Stadtteilen im Einsatz, die teilweise direkt an der Brandstelle eigesetzt waren oder die leeren Wachen der Berufsfeuerwehr besetzten und den regulären Brandschutz im Stadtgebiet aufrecht hielten. Während des Einsatzes verletzten sich zwei Kameraden leicht und wurden in einer Klinik behandelt.

Die Brandursache ist bisher noch völlig unklar. Brandermittler des Polizeipräsidiums Westhessen und des Hessischen Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen aufgenommen. Wichtig sei es, den Ausbruchsort des Feuers zu finden, was jedoch aufgrund der Brandausdehnung und der starke Hitzeentwicklung schwierig sein wird.

Bilderupdate 29.05.12, 20:30 Uhr: Wir haben noch einige Bilder von heute Nachmittag hinzugefügt. Auf den Bildern ist deutlich zu sehen, welche Kraft die Hitzeabstrahlung hatte und welche Schäden sie verursacht hat.

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Redaktion: Thorsten Grüner
Fotos: Thorsten Grüner
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Veröffentlichung: 29. Mai 2012 - 01:13 Uhr
Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2012 - 01:13 Uhr
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