In Rettungswagen eingestiegen und Sanitäter angespuckt

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Während des Einsatzes eines Rettungswagens am Mainzer Hauptbahnhof in der Nacht zum Sonntag steigt gegen 02:20 Uhr eine unbeteiligte männliche Person in das Fahrzeug auf den Fahrersitz und macht sich an den Bedienelementen zu schaffen. Als der 44-jährige Kerpener durch einen Sanitäter angesprochen wird, verlässt er den Rettungswagen und geht auf den Helfer los. Dieser flüchtet in Richtung eines Streifenwagens und ruft um Hilfe. Durch die Beamten kann der 44-Jährige am erneuten Einsteigen in den Rettungswagen nur unter Zwang gehindert werden. Während der Maßnahme zeigt sich die Person äußerst aggressiv gegenüber den Beamten.

Nach diversen Beleidigungen und nicht befolgen eines mehrfach ausgesprochenen Platzverweises wird der 44-Jährige in Polizeigewahrsam genommen. Auf der Dienststelle wurde eine Blutprobe nach Anordnung durch die Staatsanwaltschaft entnommen. Nachdem der Mann aus dem Gewahrsam entlassen wurde, weigerte er sich die Dienststelle zu verlassen. Einem erneutem Platzverweis kam der 44-Jährige nur zögerlich nach.

Rettungssanitäter angespuckt

Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes befand sich am Samstag kurz nach 13:00 Uhr bei einem medizinischen Notfall auf einem Tankstellengelände in der Oppenheimer Straße in Mainz-Laubenheim. Der Rettungswagen verstellte dabei teilweise die Reifenluftdruckanlage. Ein Pkw-Fahrer ärgerte sich darüber, hupte mehrfach und fuhr unmittelbar vor den Rettungswagen. Der Pkw-Fahrer stieg aus und trat schreiend an die Fahrerseite des Rettungswagens heran. Der Fahrer des Rettungswagens öffnete das Fenster, wurde vom Pkw-Fahrer angesprochen und dann sofort ins Gesicht gespuckt. Der 22-jährige Rettungssanitäter wurde direkt im Auge getroffen. Der Pkw-Fahrer pumpte dann die Pkw-Reifen auf und entfernte sich anschließend in Richtung Autobahn.

Der 22-jährige Sanitäter war unter dem Eindruck des Angriffs nicht mehr dienstfähig. Er begab sich daraufhin in die Universitätsmedizin Mainz, um Prophylaxe-Maßnahmen gegen eine mögliche Infektion einzuleiten. Der 40-jährige Tatverdächtige konnte mittlerweile identifiziert, aber bislang noch nicht angetroffen werden.


Redaktion: Sebastian Stenzel
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Veröffentlichung: 09. Oktober 2017 - 16:04 Uhr
Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2017 - 16:04 Uhr
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