Hessen hilft den von dem landesweiten Stromausfall in Slowenien betroffenen Menschen

Hilfseinsatz SlowenienHeftige Schneefälle und Eisregen haben in Slowenien zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. In weiten Teilen des Landes ist die Stromversorgung massiv gestört. Rund 80.000 Haushalte sind zurzeit ohne Strom. Slowenien hat daher die europäischen Länder um Unterstützung gebeten. Dazu erklärt der Hessische Innenminister Peter Beuth: „Das Land Hessen hat sofort seine Hilfe angeboten. Ein 50-köpfiges Einsatzteam des Hessischen Katastrophenschutzes ist heute Morgen mit zehn Notstrom-Großaggregaten ins Einsatzgebiet aufgebrochen. Die Helfer aus Hessen werden voraussichtlich heute am späten Abend an der slowenischen Grenze eintreffen.“

Mit den Aggregaten können Einrichtungen, die für die Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig sind, wie beispielsweise ein Krankenhaus, ein Dialysezentrum, ein Lebensmittelmarkt und eine Großtankstelle, mit Strom versorgt werden. Die hessischen Einsatzkräfte der Feuerwehren und des THW werden die Aggregate vor Ort unmittelbar in Betrieb nehmen.Katastrophenschutzeinheiten aus Hessen und Einheiten des THW-Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland hatten sich am Dienstagmorgen bei der Stützpunktfeuerwehr in Neu-Isenburg getroffen. Um 09 Uhr startete der Hilfskonvoi in Richtung Slowenien, um in der Region Logatec Hilfe zu leisten.

Innenminister Beuth zeigte sich bestürzt über das Ausmaß der Naturkatastrophe beim europäischen Partner und hob aber gleichzeitig hervor:„Selbstverständlich hat die Hessische Landesregierung sofort ihre Unterstützung zugesagt. Ich bin den hessischen Helferinnen und Helfern besonders dankbar, dass sie es durch ihren spontanen und beherzten Einsatz ermöglichen, den von der Naturkatastrophe in Slowenien betroffenen Menschen schnellstmöglich zu helfen.“

Hilfskonvoi Slowenien

An dem Ländereinsatz sind der Kreis Offenbach (der auch die Führungseinheit stellt), der Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Darmstadt, die Stadt Wiesbaden, der Lahn-Dill-Kreis, der Kreis Gießen, der Wetteraukreis, der Hochtaunus-Kreis, der Main-Taunus-Kreis und der Kreis Darmstadt-Dieburg beteiligt. Die Hessische Landesfeuerwehrschule bildet das Vorauskommando und stellt einen Verbindungsbeamten, der in den Stab von Slowenien entsendet wird.

„Ich bin froh, dass auch unsere Feuerwehr einen Teil dazu beitragen kann, die Not zu lindern“, sagt Wiesbadens Oberbürgermeister und Feuerwehrdezernent Sven Gerich. „Den Hauptbrandmeistern von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, Peter Glaser und Roland Werner, und natürlich auch allen anderen Helfern danke ich für ihr Engagement und wünsche allen einen erfolgreichen und vor allem unfallfreien Einsatz.“ Glaser und Werner sind mit einem der Stromaggregate zum Einsatz abkommandiert worden und werden eine Woche lang Unterstützung leisten. Ob es bei der Einsatzdauer von einer Woche bleibt, ist noch nicht abschätzbar, da für das kommende Wochenende weitere Schneefälle erwartet werden, die die Lage verschärfen könnten.

Der Hessische Katastrophenschutz verfügt als einer der wenigen in der Bundesrepublik über eine flächendeckende Ausstattung von insgesamt 27 Notstrom-Großaggregaten. Diese haben eine Leistung von jeweils 250 kVA und sind mit umfangreichem Zubehör zur Einspeisung in ein Hausnetz, eine Trafostation oder zur Stromverteilung ausgestattet. Ein neun Meter hoher Lichtmast komplettiert die Ausstattung, sodass im Bedarfsfall auch für die Ausleuchtung einer Einsatzstelle gesorgt werden kann.




Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Landeshauptstadt Wiesbaden / Deutscher Feuerwehrverband
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Veröffentlichung: 04. Februar 2014 - 03:15 Uhr
Letzte Aktualisierung: 04. Februar 2014 - 03:15 Uhr
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