Großeinsatz nach Kontamination von Wasser und Chlor in Rehaklinik

Aus einer kleinen Alarmierung wurde doch ein großer Einsatz am Sonntagabend in Bad Camberg. Die Feuerwehr wurde zu einem gemeldeten Wasserschaden alarmiert. Doch der Einsatz dauerte rund 12 Stunden und forderte Fachkräfte.

Gegen 17:50 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Camberg zu einem gemeldeten Wasserschaden in die „Hohenfeld-Klinik“ alarmiert. Nach der ersten Erkundung stellte der Einsatzleiter fest, dass es sich um einen vollgelaufenen Technikraum für die beiden Schwimmbänder handelte.

In diesem Raum sind Gefahrstoffe, vornehmlich Chlor gelagert. Ebenfalls befanden sich in dem Raum auch Schwefelsäuregebinde, die offenbar nach dem Wasseraustritt und nachträglicher Kontrolle unbeschädigt geblieben sind.

Erste Messungen der Feuerwehren vor Ort haben ergeben, dass der Chlorgehalt einen wesentlich erhöhten und für Menschen zulässigen Wert weit überstiegen hat. Nach Rücksprache mit den Wasserwerken wurde klar, dass das kontaminierte Wasser nicht in das normale Abwasser abgeführt werden kann.

Es wurden nach einer Einsatzbesprechung weitere Kräfte aus dem Landkreis, aber auch die Experten von der Werkfeuerwehr infraserv höchst, die untere Wasserbehörde, das DRK Bad Camberg, die Entsorgungsfirma Reusch hinzugezogen. Patienten der Klinik waren nicht in Gefahr, da ein direkter Kontakt zum kontaminierten Wasser im Haus bestand.

Insgesamt 180.000 Liter des kontaminierten Wassers wurde in mehreren Tankwagen von der Werkfeuerwehr infraserv und der Entsorgungsfirma Reusch abgepumpt und an das Klärwerk nach Niederselters verbracht. An dem Einsatz waren rund 65 Einsatzkräfte beteiligt. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt.

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Redaktion: Dennis Altenhofen
Fotos: Dennis Altenhofen
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Veröffentlichung: 09. April 2018 - 18:32 Uhr
Letzte Aktualisierung: 09. April 2018 - 18:43 Uhr
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