Großaufgebot der Feuerwehr sichert Bergung an havariertem Tankschiff

Schiffshavarie Rhein Lorch 04.08.14Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Montag fast 10 Stunden im Einsatz, um die Bergungsarbeiten an einem havariertem Tankmotorschiff auf dem Rhein bei Lorch abzusichern. Das mit Gefahrgut beladene Schiff hatte sich am Sonntag bei Lorchhausen festgefahren. Der Auto-, Bahn- und Schiffsverkehr war während der Bergung rund um die Einsatzstelle gesperrt. Auch rund 100 Anwohner mussten zur Sicherheit ihre Häuser verlassen.

Ein mit 1300 Tonnen Gefahrgut beladenes niederländisches Tankmotorschiff hatte sich am Sonntag auf dem Rhein bei Lorchhausen im Rheingau festgefahren. Offenbar geriet ein bisher unbekannter Gegenstand in die Schiffsschraube. Das manövrierunfähige Schiff lief daraufhin außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Mehrere Versuche, den Havaristen unter Einsatz von Vorspannbooten wieder frei zu bekommen, verliefen am Sonntag nicht erfolgreich. Zu einem Austritt des geladenen Benzins kam es aber glücklicherweise nicht.

Schiffshavarie Rhein Lorch 04.08.14Am Montagmorgen wurde dann kurz nach 10:00 Uhr ein Großaufgebot aus dem gesamten Rheingau-Taunus-Kreis alarmiert. Zahlreiche Feuerwehren rückten mit Monitoren und Großtanklöschfahrzeugen an, um die Bergung abzusichern. Auch aus Wiesbaden kamen die Berufsfeuerwehr und die Werkfeuerwehr InfraServ mit dem Feuerlöschboot, dem Abrollbehälter Schaum und dem Abrollbehälter Sonderlöschmittel. Teile der Ladung sollte auf ein weiteres Tankschiff umgepumpt werden, um dann den Havaristen freischleppen zu können.

Aufgrund der hochentzündlichen Ladung wurden vom Ufer aus mehrere Wasserwerfer und Monitore in Stellung gebracht, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Feuerwehrkräfte unter Atemschutz standen jederzeit bereit. Umliegende Wohnhäuser waren bereits am Vormittag evakuiert worden. Schiffshavarie Rhein Lorch 04.08.14Die Schifffahrt auf dem Rhein zwischen Bingen und St. Goar wurde voll gesperrt. Ebenso wie die B42 und die rechtsrheinische Bahnstrecke.

Auf einem nahegelegenen Parkplatz wurde eine Technische Einsatzleitung mit einem ELW 2 eingerichtet. Das Deutsche Rote Kreuz verpflegte die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken. Nachdem Teile der Ladung umgepumpt waren, konnte das havarierte Schiff freigeschleppt werden. Damit konnte der Einsatz der Feuerwehr gegen 20:00 Uhr beendet werden. Auch die rund 100 evakuierten Anwohner konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

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Redaktion: Sebastian Stenzel
Fotos: Sebastian Stenzel / Alexander Wörl
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Veröffentlichung: 04. August 2014 - 07:19 Uhr
Letzte Aktualisierung: 05. August 2014 - 10:10 Uhr
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