Großbrand auf Weingut in Kostheim – Massiver Löscheinsatz

Scheunenbrand Kostheim 04.05.11Der Brand einer Lagerhalle eines Weinguts in Mainz-Kostheim sorgte am Mittwochabend für einen Großalarm der Berufsfeuerwehr und mehrerer Freiwilliger Feuerwehren. Mit insgesamt neun Rohren konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnanwesen und einen Gastank verhindert werden.

Gegen 21:45 Uhr erreichten die Leitstelle in Wiesbaden dutzende Notrufe über eine brennende Scheune im Mühlenweg in Kostheim. Auch auf einen unmittelbar gefährdeten Gastank konnten die Anrufer hinweisen.

Scheunenbrand Kostheim 04.05.11Daher alarmierte die Leitstelle direkt gemäß „Alarmstufe 2“ beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr (FF) Kostheim. Direkt nachdem sich die Kräfte der Feuerwache 2 in Bewegung gesetzt hatten, wiesen ihnen ein heller Feuerschein und eine große Rauchsäule den Weg.

Aufgrund dieser Sichtmeldung forderte der Einsatzleiter bereits auf der Anfahrt das Großtanklöschfahrzeug (GTLF) und die FF Kastel nach. Zusätzlich wurde die FF Stadtmitte auf der Feuerwache 1 in Einsatzbereitschaft versetzt.

Vor Ort angekommen stand eine landwirtschaftliche Lagerhalle von rund 150 m² Fläche in hellen Flammen. Auf der Rückseite stand ein mit 2.700 Litern Flüssiggas befüllter Tank zum Teil unter Beflammung.Scheunenbrand Kostheim 04.05.11 Weinstände und das Wohngebäude zeigten bereits deutliche Anzeichen von thermischer Aufbereitung, sodass eine Brandausbreitung kurz bevor stand.

Ebenfalls vor Ort waren zwei Fahrzeuge der Feuerwehr Hochheim, die Aufgrund unklarer Notrufe aus dem Main-Taunus-Kreis alarmiert wurden. Da die Einsatzstelle zusätzlich noch außerhalb der gesicherten Wasserversorgung lag, erhöhte der Einsatzleiter auf „Alarmstufe 3“, woraufhin weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr und die FF Stadtmitte zur Einsatzstelle alarmiert wurden.

Außerdem besetzten die Feuerwehren Biebrich, Bierstadt und Kloppenheim die verwaisten Berufsfeuerwehrwachen. An der Einsatzstelle zeigte derweil die Riegelstellung zum Schutz der gefährdeten Gebäude und des Gastanks Wirkung und es konnte ein massiver Löschangriff gestartet werden.

Scheunenbrand Kostheim 04.05.11Mit sieben C-Rohren unter Atemschutz, einem B- Rohr und dem Wenderohr der Drehleiter bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen. Bis die Wasserversorgung aus der rund einem Kilometer entfernten Hochheimer Straße aufgebaut war, diente fast der komplette Tank des GTLF zur Wasserversorgung.

Nach nur 15 Minuten war so der Brand unter Kontrolle. Nach weiteren 20 Minuten galt der Brand als weitestgehend gelöscht. Die rund 80 Einsatzkräfte hatten jedoch noch umfangreiche Nachlöscharbeiten – teils unter Atemschutz – durchzuführen.

Ein Teil der im Rahmen der Alarmstufe 3 angeforderten Kräfte war durch den schnellen Löscherfolg nicht mehr erforderlich. Ein Großteil der restlichen Kräfte konnte kurz nach Mitternacht ebenfalls einrücken.

Scheunenbrand Kostheim 04.05.11Für die Nachlöscharbeiten und Brandwache verblieben jedoch das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwache 2 und die FFKostheim noch mehrere Stunden an der Einsatzstelle. In der Halle verbrannten verschiedene landwirtschaftliche Geräte.

Personen oder Tiere kamen nicht zu Schaden. Der entstandene Sachschaden wird jedoch auf 200.000 Euro geschätzt. Als Brandursache vermutet die die Polizei inzwischen Brandstiftung. Wer im dortigen Bereich zwischen 21:15 Uhr und 21:45 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten sich mit der Polizei unter Tel. 0611 345-0 in Verbindung zu setzen.




Redaktion: Michael Ehresmann
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Veröffentlichung: 04. Mai 2011 - 06:18 Uhr
Letzte Aktualisierung: 04. Mai 2011 - 06:18 Uhr
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